Rag’n’Bone Man - Life By Misadventure (foto: sony music)

Rag’n’Bone Man – Life By Misadventure

Anspieltipps
All You Ever Wanted
Fireflies
Breath in Me
7
Würdiger Nachfolger.
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Vier Jahre nach seinem umjubelten Debütalbum „Human“ legt der Rag’n’Bone Man nun seinen zweiten Longplayer nach: Auf „Life By Misadventure“ will der britische Musiker mit der unverwechselbaren Stimme den Geist von Nashville atmen – und Fehler der ersten Platte umschiffen.

Nein, Rory Graham ist kein Künstler wie jeder andere. Der Rag’n’Bone Man hat, bevor er mit der Musik so richtig durchstartete, sich sozial engagiert, hat sich um Menschen mit Autismus gekümmert, ein Community-Projekt auf die Beine gestellt. Graham ist einer, der weiß, wo er herkommt. Einer, dem man es abnimmt, wenn er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur „spot on news“ sagt, dass er sich in der Pandemie vor allem um sein Team gesorgt hat. „Man hatte keine Arbeit und es ist auch weiterhin für meine Crew und meine Band schwierig. Ich fühlte mich schuldig, weil sie arbeitslos waren und kein Einkommen hatten.“

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Hoffnung, so verriet der Rag’n’Bone Man im gleichen Gespräch, schöpfte er durch die Tatsache, dass er, der sonst ständig auf Achse ist, den Sommer ausnahmsweise mal mit seinem Sohn verbringen konnte. Und so ist die Hoffnung, der Silberstreif am Horizont, zum bestimmenden Thema auf seinem neuen Album „Life By Misadventure“ geworden. Es sind Worte der Liebe, die Graham an seine Freunde, seine Familie, seinen Sohn und an sich selbst richtet. Eine Platte über das Erwachsenwerden.

Viel Nostalgie, aber kein Trennungsalbum

Der überzeugende Opener „Fireflies“ etwa ist Grahams Sohn gewidmet, er dreht um die einzigartige Magie der ersten Erfahrungen eines Kindes gemischt mit den Erinnerungen an stürmische Zeiten des eigenen Lebens von Graham. Zu warmen Klängen der Akustikgitarre bittet er mit verletzlich wirkender Stimme: „Lass Angst kein Dorn an deiner Seite sein/Richte deinen Blick aufs Licht und lass jeden wissen, dass du es gefangen hast.“ Auch „Breath in Me“ stößt der Mann musikalisch in eine ähnliche Richtung.

Zu den Highlights zählt auch die erste Singleauskopplung „All You Ever Wanted“, ein Song, der die Nostalgie mit einer gewissen Traurigkeit über die Veränderung der eigenen Heimatstadt und bekannter Orte vermischt. „Die Musik ist geprägt von New Wave und Punk“, beschreibt Graham, der sich nach dem Sound von pop-orientierten Bands der 1970er wie Blondie und X-Ray Spex gerichtet that. Doch trotz aller Nostalgie: Was „Life by Misadventure“ nicht werden sollte, ist ein Trennungsalbum. Obwohl sich das angeboten hätte. Aber nur ein Song, „Talking To Myself“, handelt von der Trennung von seiner langjährigen Partnerin und Mutter von Rouben im Jahr 2019.

Erscheinungsdatum
Mai 7, 2021
Label
Columbia / Sony Music
Unsere Wertung
7

Es ist vielleicht das größte Kunststück dieses Albums, das viele der Songs ungeheuer intim wirken, obwohl Graham mit einer ganzen Latte an externen Songwritern und Produzenten zusammengearbeitet hat. Viele davon waren schon beim Rag’n’Bone-Man-Debüt „Human“ 2016 mit von der Partie, das für den einen oder anderen Fan der ersten Stunde ja immer zu glatt geschliffen rüberkam. Graham ist aber immer in den Momenten am stärksten, wenn er ganz bei sich ist. Das Duett mit P!nk, „Anywhere Away From Here“, macht sich da zwar gut auf der Vita, ist aber inhaltlich da fast überflüssig.

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