Paul Stanley's Soul Station - Now And Then (foto: universal music)

Paul Stanley’s Soul Station – Now And Then

Erscheinungsdatum
März 19, 2021
Label
Universal Music
Unsere Wertung
7
Anspieltipps
O-O-H Child
Just My Imagination (Running Away With Me)
The Tracks Of My Tears
7
Medizin fürs Herz.
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Eigentlich kennt man Paul Stanley ja vor allem als Lead-Sänger und Gründer der Rockband Kiss. Dass „The Starchild“ aber auch einen Soft Spot für Soul hat, beweist der 69-Jährige nun auf seinem neuen Solo-Album „Now And Then“. Für dieses hat der Gute eine stimmige Mischung aus Motown/Soul-Klassikern und Originals aufgenommen. 

Den einen oder anderen mag Pauls Ausflug ins Soul-Gefilde überraschen, für die Rock-Legende aber ist das Projekt eine echte Herzensangelegenheit. “Lange bevor ich überhaupt von den großartigen britischen Bands gehört hatte, habe ich Philly Soul, Motown und so weiter gehört. Damit bin ich aufgewachsen. Ich hatte das Glück, unter anderem Otis Redding und Solomon Burke live zu erleben. Diese Musik und das Storytelling haben mir dabei in schweren Tagen Stärke und Hoffnung gegeben. Die großen Klassiker dieser Ära sind für viele Menschen wie magische und ich habe mich zu dieser Ära und ihrem Zauber hingezogen gefühlt. Ich denke, wir können diesen Zauber jetzt alle brauchen.“

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Mit seinem Soul-Projekt ist Stanley schon seit ein paar Jahren getourt, ins Studio hat es ihn erst jetzt damit gezogen. Dafür hat er sich eine medizinische Expertentruppe, im Volksmund „Band“ genannt, um sich geschart, die aus einer Menge erfahrener Musiker besteht. Rafael “Hoffa” Moreira (Guitar & Backing Vocals), Sean Hurley (Bass), Alex Alessandroni (Musical Director, Keyboards), Ely Rise (Keyboards), Eric Singer (Drums & Backing Vocals), Ray Yslas (Percussion), Gavyn Rhone (Backing Vocals), Crystal Starr (Backing Vocals), Laurhan Beato (Backing Vocals) und Jon Pappenbrook (Lead Trumpet) sind hier mit von der Partie.

Medizin ohne Nebenwirkungen

Entstanden sind dabei 14 Tracks, die nicht nur die Erfüllung eines stanley’schen Jugendtraums markieren, sondern auch beim Hörer gute Laune verbreiten. Fast ist man geneigt, die medizinische Wunder-Wirkung zu bestätigen. Die Band zeigt sich überaus spielfreudig, Stanley ist gut bei Stimme und mit vollem Einsatz dabei, auch die Backing Vocals sitzen. Großes Kino. Besonders stark: das nachdenkliche „Just My Imagination“, im Original von den Temptations, „The Tracks Of My Tears“ (The Miracles) und das unschuldige „O-O-H Child“, eigentlich von The Five Stairsteps. Die fünf Eigenkompositionen wie „I, Oh, I“ erreichen nicht ganz den Glanz der alten Klassiker, fallen aber auch nicht so störend ab, dass es einem die Lust am Album verleiden würde.

Keine Frage: Fürs große Stadion sind diese Nummern nix. Gerne aber würde man Stanley aber häufiger mit diesem Repertoire in den Clubs sehen. Kiss, so scheint es, sollen sich ja eh auf den Zielgeraden befinden.

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