Paloma Faith - The Infinity (foto: sony music)

Paloma Faith – Infinite Things

Erscheinungsdatum
November 13, 2020
Label
Sony Music
Unsere Wertung
7
Anspieltipps
Better Than This
If This Is Goodybe
Monster
Beautiful & Damned
7
Abwechslungsreich.
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Mit „Infinite Things“ legt Paloma Faith ihr nunmehr fünftes Studioalbum vor. Darauf gibt sich die Britin durchaus sozialkritisch.

Keine Frage: Corona hat in diesem Jahr alles über den Haufen geworfen. Da kann wohl jeder seine ganz persönliche Anekdote zu erzählen. Auch Paloma Faith. Die hatte dem Vernehmen nach die meisten Songs für ihr neues Album bereits fast fertig, ehe die Covid-19-Pandemie losbrach. Dann kam der Lockdown im United Kingdom – und die gute Paloma hatte plötzlich viel Zeit, nachzudenken. Zeit, die sie vorher ob ihrer ganz gut laufenden Schauspielkarriere, ihrer Botschafterinnen-Aufgaben für Greenpeace und Oxfam sowie Jury-Tätigkeiten in der TV-Show „The Voice“ zuletzt ja eher selten hatte.

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Das viele Nachdenken führte letztlich dazu, dass Paloma Faith ihr Konzept nochmal völlig umkrempelte. Sie hat nochmal ganz von vorn angefangen, sich dabei immer wieder die Frage gestellt: Was ist eigentlich wirklich wichtig? Das Ergebnis – aufgenommen im eigenen Keller – kann sich durchaus hören lassen. Vor allem, weil Faith hier auch sperrigen, unbequemen Themen nicht aus dem Weg geht. So verhandelt die Sängerin, die kürzlich Mutter geworden ist, auf der Platte Dinge wie Krankheit und Verlust („If This Is Goodbye“ – der berührendste Song des Albums), ebenso den Lockdown selbst („Me Time“) oder die Klimakrise („Better Than This“). Aber auch mit der Musikindustrie rechnet die Musikern hier ab: In der Single „Monster“ erzählt Paloma, wie sie als 27-Jährige vorgab, zehn Jahre jünger zu sein, um besser bei den männlichen Entscheidern der Plattenfirmen anzukommen. In allen Details. „Es ist ganz buchstäblich so passiert“, bestätigt Faith.

Musikalisch ist das Ganze im zeitgenössischen Pop anzusiedeln, auch wenn der Opener „Supernatural“ oder das Prince-like „Beautiful & Damned“ deutliche Anleihen in den 80er Jahren nehmen. Insgesamt lässt sich die gute Paloma nicht lumpen, die Platte ist bombastisch produziert. Auch stimmlich werden alle Register gezogen. Drama, Baby. Da kommt ein bisschen die leidenschaftliche Schauspielerin durch. Kurzum: Klanglich ist die Platte deutlich mainstreamiger als es der Inhalt vermuten ließe. Eine durchaus spannende Mischung.

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