P.P. Arnold - The New Adventures Of P.P. Arnold (foto: earMusic)

P.P. Arnold – The New Adventures Of P.P. Arnold

Erscheinungsdatum
August 9, 2019
Label
earMusic
Unsere Wertung
8
Anspieltipps
The Magic Hour
I Believe
Hold On To Your Dreams
I'm A Dreamer
The Last Thoughts Of Woody Guthrie
8
Grandioses Comeback!
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Fast 73 Jahre alt und kein bisschen leise: Die amerikanische Soul-Sängerin P.P. Arnold hat mit „The New Adventures Of P.P. Arnold“ ein neues Album vorgelegt. Erschienen ist das gute Stück soeben bei EarMusic.

Keine Frage: P.P. Arnold gehört zu jenen Künstlerinnen, die hierzulande sträflich unterschätzt wurden. Und werden. Nicht so im Vereinigten Königreich – da hatte die 1946 in Los Angeles (Kalifornien) geborene Sängerin, die ihre Karriere als Ikette – Backgroundsängerin bei der Ike & Tina Turner Revue – startete, immer eine treue Gefolgschaft. Zu der gehörte übrigens auch Mick Jagger, der Arnold gerade zu Beginn der Karriere unter die Arme griff. Der knüpfte in den sechziger Jahren beispielsweise den Kontakt zwischen ihr und Rolling-Stones-Manager Andrew Loog Oldham, der mit Immediate Records gerade ein eigenes Label gegründet hatte. Zu ihren damaligen Hits zählten „The Time Has Come“, „The First Cut Is The Deepest“ und „Angel Of The Morning“.

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Die siebziger Jahre meinten es dann allerdings nicht gut mit Arnold. Sie entfremdete sich nach dem Niedergang von Immediate Records von der britischen Musikszene, zog mit ihrem Mann zurück in die USA, trennte sich von ihm, verlor dann auch noch eines ihrer Kinder in einem Autounfall. Bis 1978 zog sie sich daher völlig aus der Öffentlichkeit zurück. In den achtziger Jahren hatte sie dann selbst einen Unfall und war fortan vor allem als Session- (unter anderem bei Peter Gabriels „Sledgehammer“) oder als Background-Sängerin von diversen großen Künstlern gefragt.

Nachdem sie 2017 mit der Song-Kollektion „The Turning Tide“ ein Comeback wagte, legt die Dame mit der eindrucksvollen, markenten Stimme nun ihr viertes Studioalbum vor. Mit fast 73 Jahren! Kann man mal so machen. Unterstützt wurde sie dabei von Paul Weller, von dem zwei Songs stammen, und Steve Cradock, der als Produzent fungierte. Auf der ersten richtigen P.P.-Arnold-Platte seit 1968 zu hören: klassischer, von einem Orchester unterstützter Soul, oft von einer geradezu cinematographischen Qualität. Als hätte es die Jahre zwischen 1968 und 2019 nicht gegeben. Songs, die das Zeug zu Evergreens gehabt hätten. Ein Album wie eine Schatzkammer. Sogar ein wenig House-Musik („Hold On To Your Dreams“). Den Abschluss bildet die zehnminütige, funkige Rezitation eines Bob-Dylan-Gedichts. Wow!

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