No Mercy (foto: busch media group)

No Mercy

Erscheinungsdatum
August 16, 2019
Verleih
Busch Media Group
Unsere Wertung
5.5
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5.5
Unterhaltsam.

Die koreanische Antwort auf „96 Hours – Taken“ und „John Wick“: Der actionreiche Rache-Thriller „No Mercy“ ist soeben fürs Heimkino erschienen.

Inae (Si-young Lee) hat in ihrem Job als Bodyguard schon viele üble Erfahrungen machen müssen. Doch nichts hat sie auf den Schock vorbereitet, als ihre kleine Schwester Eunhye eines Tages nicht von der Schule nach Hause kommt. Da sich weder die Polizei noch die Lehrer für das Verschwinden des geistig behinderten Mädchens, das in der Schule immer wieder gemobbt wurde, interessieren, verfolgt Inae die Spur auf eigene Faust. Sie findet heraus, dass Eunhye in die Fänge von Gangstern und Zuhältern geraten ist. Die Jagd auf die Kidnapper wird zu einem gnadenlosen Rachefeldzug.

Die Frau ist vom Fach: Hauptdarstellerin Si-young Lee ist in Korea nicht nur als Schauspielerin bekannt. Die Gute hat auch Erfahrung damit, anderen eins auf die Nuss zu geben. So kann sie auf eine Karriere als Amateurboxerin zurückblicken. 2010 begann sie mit dem Boxtraining, um sich für Rolle in einem TV-Movie vorzubereiten, in dem sie eine Boxerin mimen sollte. Aus dem Film wurde zwar nix, aber Si-young Lee fand so großen Gefallen an dem Sport, dass sie ihn einfach weiter betrieb. 2013 wurde sie sogar nationale Amateur-Meisterin im Halbfliegengewicht. Ihr Versuch, sich für eine Olympia Teilnahme 2016 zu qualifizieren, scheiterte jedoch verletzungsbedingt.

Klar, dass ihr derlei Erfahrungen bei einem Film wie „No Mercy“ zu Gute kommen. Die Kampfszenen sind hier einigermaßen realistisch, Si-young Lee verwendet eine Kampftechnik der koreanischen Special Forces, die vor allem auf Geschicklichkeit und Tempo setzt. So gelingt es ihr, wesentlich stärkere und brutale Gegner auszuschalten. Das ist oft wunderbar choreografiert, Lee wirkt mit ihrem Auftritt in diesem umwerfenden roten Kleid dabei auch ziemlich stylisch. Beinahe wie aus einem Tarantino-Film entsprungen.

Keine Frage: Die Frau ist das Highlight in einem überaus düsteren Film, der sonst aber auch einige Schwächen offenbart. Lange fehlt der große Gegenpart zu Si-young Lee, der Hauptbösewicht wird hier erst sehr spät eingeführt. Der Plot, die Dialoge – auch da ist noch viel Luft nach oben. Und das in einem Genre, das die Südkoreaner ja beherrschen wie sonst kaum jemand.

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