Kyle Craft - Showboat Honey (foto: sub pop records)

Kyle Craft – Showboat Honey

Erscheinungsdatum
Juli 12, 2019
Label
Sub Pop (Cargo)
Unsere Wertung
8
Anspieltipps
Sunday Driver
2 Ugly 4 NY
Bed Of Needles #2
Deathwish Blue
8
Craft liefert wieder ab.
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Aufmerksame Leser dieses Magazins wissen: Kyle Craft gehört zu den großen Favoriten dieser Redaktion. Schon mit seinem Debütalbum „Dolls Of Highland“ (2016) hat der Musiker aus Portland überzeugt, mit „Full Circle Nightmare“ (2018) dann ordentlich nachgelegt. Nun liegt also mit „Showboat Honey“ das dritte, von uns mit Spannung erwartete Album des talentierten Amerikaners vor.

Von einer wirklichen Neuerfindung Crafts zu sprechen, ist an dieser Stelle sicherlich übertrieben. Denn man merkt schon: „Showboat Honey“ hat diesen typischen, leicht schrägen Craft-Flair. Diese typischen Anleihen aus den sechziger und siebziger Jahren. Mittlerweile aber hat der Gute eine feste, fünfköpfige Band um sich versammelt, nach der er den neuen Longplayer auch benannt hat. Diese sorgt dafür, dass „Showboat Honey“ im Gegensatz zu den ganz frühen Craft-Werken nicht mehr diesen totalen DIY-Charme hat, sondern voller, ja, opulenter klingt. Der Weg, den Craft bereits mit „Full Circle Nightmare“ beschritten hat, ist er noch mal ein ganzes Stück weiter gegangen.

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Craft ist ein hervorragender Songwriter

Auch das Songwriting ist wieder top-notch. Craft versammelt wieder jede Menge interessanter Typen und Geschichten auf dieser Platte. „Showboat Honey“ ist dabei ein Album, das – platt gesagt – über das Leben berichtet. Über die Gleichzeitigkeit von Freud und Leid, von Gut und Schlecht, von Glück und Pech.

Das etwas psychedelisch angehauchte „Sunday Driver“ bringt das ganz gut auf den Punkt. Ein Song, der den Hörer dazu auffordert, sich treu zu bleiben – egal, welchen Stock das Leben einem wieder zwischen die Fahrradspeichen wirft. “At this point, you get baptized by certain fires and start to walk with the dead a little bit, like nothing can harm you anymore,” sagt Kyle Craft über den neuen Song. “That’s what self-love sounds like to me, as aggressive as that sounds.”

Nicht das einzige Glanzlicht auf dem Album. Die düstere Ballade „Bed Of Needles #2“ geht im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut, „Deatwish Blue“ hätte sich seinerzeit auch gut auf Crafts Debütplatte gemacht – und bei „2 Ugly 4 NY“ lässt sich sogar wunderbar mitsingen. Die Lyrics beziehen sich dabei auf Crafts frühe Jahre in Portland, als er unter dem Namen „Hobo Grim“ unter einer Grim-Reaper-Maske auftrat: „Don’t wanna see Death strum for cash downtown/ Or the look on his face when the change hits the case on the ground“.

Aus zwei mach eins

„Showboat Honey“ wurde 2018 von Craft, Kevin Clark und Billy Slater in ihren eigenen Moonbase Studios in Portland aufgenommen und produziert. Das Album wurde von Trevor Spencer gemischt und von April Golden bei Golden Mastering gemastert. Fun fact: Am Ende der weingeschwängerten Aufnahme-Arbeiten hatte man im Grunde zwei Alben fertig, die letztlich zu einem verdichtet wurden. “We thought we had the album done at one point. But at the last minute, I was like, ‘Shit, this isn’t the album. This isn’t it,’” erzählt Craft. “It was just a gut feeling. I’m glad for that because I feel like I ended up writing some of the best songs I’ve ever written.”

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