Hua Li - Ripe fruit falls but not in your mouth (foto: Next Door Records)

Hua Li – Ripe Fruit Falls But Not In Your Mouth

Erscheinungsdatum
März 27, 2024
Label
Next Door Records
Unsere Wertung
7

R&B, Hip-Hop, Jazz und Elektronik – irgendwo in diesem Spannungsfeld bewegt sich die Musik von Hua Li. Die rätselhafte „Halb-Chinesin, Halb-Militante, Halb-Rapperin deines Herzens“ hat mit „Ripe Fruit Falls But Not In Your Mouth“ gerade via Next Door Records ihr zweites Album vorgelegt.

Hua Li ist eine Frau der vielen Talente. Die charismatische Performerin aus dem kanadischen Montréal ist nicht nur Musikerin – und performte als solche unter anderem schon auf dem Montreal International Jazz Festival, der Pride Toronto und dem Secret Solstice Festival in Reykjavik -, sondern auch Dozentin für Musiktheorie auf dem YouTube-Kanal von Landr Audio sowie DJ. Umtriebig!

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Im September 2019 veröffentlichte Hua Li ihr Debütalbum „Dynasty“, ebenfalls bei Next Door Records. 2020 folgte dann die EP „Yellow Crane“, die der Heimatstadt ihrer Mutter, Wuhan, China, gewidmet ist. Und nun schiebt die Gute also Studioalbum Nummer zwei hinterher.

Unheimlich vielseitig

„Ripe Fruit Falls But Not In Your Mouth“ ist irgendwo in dem Spannungsfeld zwischen R&B, Hip-Hop, Jazz und Elektronik angesiedelt. Mit Features von Ambrose Getz und Darkus Millon ist „Ripe Fruit“ ein intimes Album der Heilung, in dessen Mittelpunkt das Nachtleben von Montreal steht.

Zu den Glanzlichtern der Platte gehört etwa das genreübergreifende Stück „Part Time Muses“, zu dem man auch das begleitende Video empfehlen kann, das das bezaubernde Chaos der Plaza St. Hubert in Montreal erkundet. Hua Li schlüpft dabei in die Rolle einer durchgeknallten 30-jährigen Ballkönigin. Auch „Sanctions of the Heart“ bleibt haften. Der Track führt mal ausnahmsweise von Montreal weg und erzählt von einer Liebesaffäre in Toronto, die Hua Li tatsächlich hatte. Die Gute verhandelt dabei Themen wie Selbstsabotage, Selbstwertgefühl und den Wunsch nach einer Liebe, die einen aufwertet. Und dann ist da das ebenfalls vorab schon veröffentlichte „Cherrier“, in dem es um die Schönheit der Zärtlichkeit und den Mut des Loslassens geht. Ein Song über das Erwachsenwerden. Eine treibende Synthie-Basslinie mimt dabei den Herzschlag der Stadt.

Die Multi-Bindestrich-Rapperin ist in ihren Songs mal heftig und oft witzig, zeigt aber dabei auch, dass es eine gewisse Zärtlichkeit braucht, um Dinge reifen zu lassen – und Mut, auch ihre Vergänglichkeit zu akzeptieren.


Anspieltipps
Cherrier
Sanctions of the Heart
Part Time Muses
7
Geht in die Vollen.
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