HOEHN - Mistral (foto: Nils Lucas)

HOEHN – Mistral

Erscheinungsdatum
Mai 31, 2024
Label
HOEHN
Unsere Wertung
8.5

So kann man mal loslegen: „Mistral“, das Debütalbum von HOEHN, bestehend aus den Brüdern Samuel und Silvan Kuntz, kommt direkt mal als Doppel-LP daher. Darauf zu hören: 17 Gitarren-Stücke, die Erinnerungen an Dead Combo wach werden lassen.

Wer Gitarrenmusik zugeneigt ist und schon mal einen portugiesischen Plattenladen aufgesucht hat, ist an Dead Combo wahrscheinlich nicht vorbeigekommen. Tó Trips und Pedro Gonçalves verarbeiteten in ihrer Musik eine große Reihe von Einflüssen, von Spaghetti-Western-Musik über lateinamerikanische und afrikanische Klänge, Fado bis hin zu Blues und Rock. 2021 war dann leider Schluss, Pedro Gonçalves verstarb an Krebs.

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Ein bisschen fühlt man sich an Dead Combo erinnert, wenn man das Debütalbum von HOEHN auflegt. Kein Wunder auch, inspiriert wurde die Platte nämlich durch einen Roadtrip durch die Küstenstädte Portugals, den die Schweizer Brüder Samuel und Silvan Kuntz – bekannt als eine Hälfte der Alternative-Pop-Band Panda Lux – unternahmen. 

Sehnsucht und Leichtigkeit

Auf dieser Reise durch Portugal also schrieben die beiden 17 Stücke, die sie in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Miguel Murrieta Vásquez während zehn Tagen live in Berlin in verschiedenen Studios aufnahmen. Die Rollen sind dabei klar festgelegt: Samuel versteht die Gitarre eher als Melodieinstrument, während Silvan lieber mit Klangfarben und verschiedenen Gitarrenstimmungen experimentiert und harmonische und perkussive Schichten einfängt. 

Die Songs auf „Mistral“, benannt nach dem in Südfrankreich charakteristischen Nordwestwind, fangen ganz unterschiedliche Stimmungen ein. Die Palette reicht von melancholisch über verträumt bis verspielt. Eröffnet wird das Album mit dem virtuosen „Prelude“, das durch die Untermalung mit eigenen „Field Recordings“, bei denen sie die klangliche Atmosphäre des Sommerwindes in Portugal festhielten, lebendig wird. Obwohl sich die Platte ständig zwischen der erfrischenden Energie von „Costa“, der komplexen Komposition von „Hurricane Flower“ und dem eleganten Minimalismus des Titeltracks hin und her bewegt, zieht sich ein Gefühl der Sehnsucht und Leichtigkeit durch das gesamte Album. Neben den Stücken, die in Portugal geschrieben wurden, gibt es auch Stücke, die direkt im Studio durch Improvisationen der Brüder entstanden sind. Ein Beispiel dafür ist „Rosalie I“. 

Ein Album, das Lust macht, ebenfalls mal wieder die portugiesische Küste entlang zu fahren.

Anspieltipps
Ericeira
Mistral
Sand
8.5
Atmosphärisch.
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