Eels - Extreme Witchcraft (foto: pias)

Eels – Extreme Witchcraft

Erscheinungsdatum
Januar 28, 2022
Label
PIAS / E-Works
Unsere Wertung
8.5

Reunion zweier alter Bekannter. Auf dem 14. Eels-Studioalbum „Extreme Witchcraft“ arbeitet Mark Oliver Everett mal wieder mit dem Produzenten John Parish zusammen.

Mark Oliver Everett bleibt auch in der Pandemie ungeheuer produktiv. 2020 spendete uns der Gute auf „Earth To Dora“ noch Hoffnung und Trost. Jetzt macht E uns Beine. „Extreme Witchcraft“ ist ein ungeheuer energetisches Album.

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Und so kam es dazu: Anfang des vergangenen Jahres erhielt E aus heiterem Himmel eine Nachricht von Mark Romanek, dem Regisseur des allerersten Eels-Videos, “Novocaine For The Soul”: „Ich hatte von Mark schon seit einigen Jahren nichts mehr gehört. Er erzählte mir, dass er gerade durch eine intensive ‚Souljacker‘-Phase ging und das Album rauf und runter höre“, so Everett, der „Souljacker“ 2001 mit PJ-Harvey-Produzent John Parish aufgenommen hatte. Das Gespräch brachte ihn nun auf eine Idee: Was, wenn er sich mal wieder bei seinem Buddy John melden würde …

Reunion mit John Parish

Everett und Parish verbindet eine lange Geschichte. Bereits 1998 trafen sich die Band und der Ingenieur hinter den Kulissen bei einer Aufzeichnung von „Top of the Pops“, woraus eine andauernde Freundschaft mit gemeinsamen Konzerten, wie zuletzt 2019 beim Green Man Festival in Wales, resultierte. “John Parish ist einer der ausgeglichensten, höflichsten Menschen, die ich kenne“, so E. „Aber wenn er im Studio ist, wird er zum ‚mad scientist‘. Wenn du Musik mit John machst, bekommst du Dinge, die sonst kein anderer bekommt. Er hat einen sehr einzigartigen Werkzeugkoffer und eine magische Sichtweise.“

Parish machte sich in seinem HonorSound-Studio in Bristol auf jeden Fall umgehend an die Arbeit und begann, Everett Songskizzen zu senden. Die beiden Musiker tauschten Ideen und Aufnahmen aus und schickten diese zwischen UK und L.A. hin und her. “In der Pandemie aufzunehmen, war eine neue Erfahrung für mich“, so E über die erste gemeinsame Zusammenarbeit seit über 20 Jahren. “Ich bin morgens um vier Uhr raus aus dem Bett, um mir Dinge anzuhören, die John mir geschickt hat und hab an ihnen weitergebastelt, um sie ihm zurückzuschicken, bevor mein vierjähriger Sohn aufwachte.“

Ein Album, das vor Energie nur so strotzt

Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall hören lassen. Parish und E heizen dem Hörer ein, liefern hier zwölf Titel, die vor Energie nur so strotzen. Rock ’n‘ Roll, ziemlich in your face. Die Fuzz-Gitarren erinnern tatsächlich schwer an „Souljacker“-Zeiten. Zu den Glanzlichtern gehören dabei diesmal das coole „Strawberries & Popcorn“, aber auch das treibende „The Magic“, das brachiale „Good Night On Earth“ und das experimentelle „What It Isn’t“. Einen schönen Kontrast dazu bildet das fast schon poppige „Learning While I Lose“.

Keine Frage: Der große Hit, der eine Song, mag hier zwar nicht auf der Tracklist stehen, dennoch funktioniert die Platte als Eels-Gesamtwerk. Schön, dass Everett nach dem eher ruhigen „Earth To Dora“ wieder Kante zeigt.

Anspieltipps
Strawberries & Popcorn
The Magic
Good Night On Earth
What It Isn't
Learning While I Lose
8.5
Klare Kante.
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