Eels - EELS Time! (foto: E-Works/PIAS)

EELS – EELS Time!

Erscheinungsdatum
Juni 7, 2024
Label
E-Works / PIAS
Unsere Wertung
7.5

Mark Oliver Everett bleibt weiter umtriebig. Seine EELS legen jetzt mit „EELS Time!“ ihr nunmehr 15. Studioalbum vor. Auf dem lassen sie es, trotz des proklamierenden Titels, eher ruhig angehen. Der Titel und das Artwork, das ihn mit einem dynamischen Kick zeigt, ist auch vielmehr ein Statement des lakonischen Musikers: Seht her, ich bin noch da. Der Gute war dem Tod neulich ziemlich nah.

Nein, Fans der US-amerikanischen Indie-Rocker EELS müssen in der Regel nicht lange warten. Das Projekt von Mark Oliver Everett hat sich in den vergangenen Jahren wieder einen knackigen Zwei-Jahres-Rhythmus auferlegt, einen Rhythmus, den es seit „The Deconstruction“ (2018) ganz gut durchhält.

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Nachdem Everett beim Vorgänger-Album „Extreme Witchcraft“ noch mit dem Briten John Parish kollaborierte, macht er bei „EELS Time!“ nun mit dem amerikanischen Musiker und Schauspieler Tyson Ritter gemeinsame Sache, seines Zeichens auch Frontmann der Rockband The All-American Rejects.

Everett und seine Nahtod-Erfahrung

Das Album folgt auf ein arbeitsreiches Jahr 2023 für EELS, die endlich ihre lang erwartete “Lockdown Hurricane”-Tour durch Europa und Nordamerika antraten. Außerdem veröffentlichten sie ihr zweites Compilation-Album “EELS So Good: Essential EELS Vol.2”. Und dann gab es ja auch ein persönliches Drama, Everett musste eine OP am offenen Herzen über sich ergehen lassen. Ein Aneurysma hatte sich an der Aorta gebildet (Everett: “If I didn’t replace it soon, it was bound to explode and make me feel symptoms of… death”). Ein Schock für den Musiker, schon sein Vater war mit nur 51 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben. Da war also einiges los in letzter Zeit. Und dennoch fand Everett in all dem Trubel irgendwie Zeit, an einer neuen Platte zu basteln. Die Kreativität ist nicht versiegt.

„EELS TIME! wurde in Los Feliz/Kalifornien und Dublin aufgenommen und enthält zwölf neue Tracks. Die recht persönlich geratene Platte mäandert irgendwo zwischen Melancholie und Optimismus. Licht, das durch die Wolkendecke bricht, offenbart etwa „If I’m Gonna Go Anywhere“. Die Botschaft: könnte alles schlimmer sein. Auch „Let’s Be Lucky“ steuert in diese Richtung.

Auch das vorab als Single veröffentlichte „Time“, eine wunderschöne Akustik-Nummer, gehört zu den Glanzlichtern. Das zurückhaltend instrumentierte „Goldy“ gefällt ebenso. Everett besingt hier vordergründig einen Mann und seine Beziehung zu seinem Goldfisch. Skurril, so wie man die EELS eben schätzt. „Sweet Smile“ und „I Can’t Believe It’s True“ sind gefühlige Liebeslieder. Kurz und knackig: das gerade mal 2:17 Minuten dauernde „Song For You Know Who“. Manchmal ist weniger eben mehr.

Anspieltipps
Time
Goldy
I Can't Believe It's True
If I'm Gonna Go Anywhere
Sweet Smile
7.5
Auf die EELS ist Verlass.
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