Bon Jovi - 2020 (foto: island records)

Bon Jovi – 2020

Erscheinungsdatum
Oktober 2, 2020
Label
Island Records
Unsere Wertung
6.5
Anspieltipps
American Reckoning
Beautiful Drug
Story Of Love
Lower The Flag
Blood in the Water
6.5
Es geht wieder in die richtige Richtung.
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Eigentlich sollte „2020“ ja bereits im Mai erscheinen. Coronabedingt haben Bon Jovi ihr neues, überraschend ernsthaftes Album „2020“ dann aber nochmal verschoben. Jetzt ist das Ding endlich via Island Records veröffentlicht worden – und die ursprüngliche Tracklist wurde sogar nochmal ergänzt.

Keine Frage: Bon Jovi gehören zu den living legends des Rock. In den achtziger und neunziger Jahren schuf die Band Hits für die Ewigkeit. Aber, so ehrlich muss man sein. Seit Beginn des Jahrtausends ist die Musik der Band aus New Jersey doch arg formelhaft geworden. Inhaltlich irgendwie nur noch „It’s My Life“ in leicht veränderter Fassung. Selbstermächtigung als Stadionhymne, das war das Konzept. Und musikalisch warf man sich doch ziemlich schamlos dem Mainstream an den Hals.

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Da ist es fast schon überraschend, dass Jon Bon Jovi und seine Kapelle zu Beginn des Jahrzehnts – kurz vor der US-Präsidentschaftswahl – plötzlich ihre politische Seite entdecken. Coronavirus („Do What You Can“), George Floyd und Polizeigewalt („American Reckoning“), Waffenpolitik („Lower the Flag“), Einwanderung („Blood in the Water“ – erinnert musikalisch etwas an die Hymne „Dry County“), Veteranen und ihre psychische Belastung („Unbroken“) – Themen, die Bon Jovi auf „2020“ ansprechen. Und: Themen, bei denen sie Haltung zeigen, auch auf die Gefahr hin, nicht mehr von jedem mitgegrölt und gemocht zu werden. Das gefällt. Klar, ein Bruce Springsteen wird aus Jon Bon Jovi in diesem Leben nicht mehr. Dafür sind die Texte dann im Vergleich doch zu flach. Aber: Es geht wieder in die richtige Richtung. Ausrutscher wie „Limitless“, die doch eher an die seifigen Bon-Jovi-Songs der Nuller Jahre erinnern, bestätigen die Regel.

Musikalisch orientieren sich Bon Jovi wieder am Album „Lost Highway“, viel Americana also. Aber: Mit „Beautiful Drug“ auch ein echter Rocker mit Stadionpotenzial und mit „Story Of Love“ eine Ballade zum Dahinschmelzen. Das haben sie eben auch immer noch drauf. Und ist in so dosierter Form auch völlig in Ordnung.

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