America - Hearts (foto: music on vinyl)

America – Hearts

Erscheinungsdatum
August 20, 2021
Label
Music on Vinyl
Unsere Wertung
7
Anspieltipps
Sister Golden Hair
Woman Tonight
Daisy Jane
7
Ein (zu wenig beachteter) Klassiker.
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America gehören zu den eher unterschätzten Bands der Siebziger Jahre. Der Zeit, in der sie ihre größten Erfolge feierten. Dazu gehörte auch das Album „Hearts“, das von Music on Vinyl nun neu aufgelegt wird.

Warum nennt sich eine Band America, wenn sie doch in London gegründet wurde? Nun, die Drei, die sich da zu einer Kapelle zusammentaten – Dewey Bunnell, Dan Peek und Gerry Beckley – waren allesamt Söhne von Mitgliedern der US Air Force, die seinerzeit in der britischen Hauptstadt stationiert waren. Und der Mix aus Soft-Rock, Folk-Rock und Pop, den das Trio hernach anzubieten wusste, fand schnell Anklang. Schon das Debütalbum „America“ ging steil, schoß in den US-Billboard-Charts sogar auf Platz eins. Allerdings erst nachdem die Gruppe es mit einer Single re-released hatte, die zu ihrem größten Hit werden sollte: „A Horse With No Name“. Die führte seinerzeit auch die US-Single-Charts an, was keineswegs selbstverständlich war, weigerten sich doch manche Radio-Stationen, den Titel zu spielen. Sie warfen der Band Drogen-Verherrlichung vor, galt der Begriff „Horse“ seinerzeit doch auch als Synonym für „Heroin“.

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Drei weitere Alben sollten folgen, mal mehr, mal weniger erfolgreich, ehe dann 1975 mit „Hearts“ Studioalbum Nummer fünf erschien. Wie schon beim Vorgänger „Holiday“ hatten America hier wieder den früheren Beatles-Produzenten George Martin mit an Bord. Der sorgte hier einmal mehr für einen hervorragenden, kristallklaren Sound, während sich die Combo diesmal stilistisch etwas mehr austoben wollte. Folk, Rock, Reggae, Balladen, alles dabei. Zwar ist außer dem schwer von Jackson Browne inspirierten „Sister Golden Hair“ kein großer Hit auf der Platte zu finden, dennoch lassen sich die zwölf Tracks süffig runterhören.

Glanzlichter und Geheimtipps

Klar, mit den Fab Four konnten es America nie aufnehmen – dazu waren dann meist die Lyrics nicht gut genug -, gelungene Anleihen aber (etwa der Harmoniegesang) gehörten zu ihren großen Stärken. Zu den Glanzlichtern der Platte neben der eingängigen Folk-Rock-Nummer „Sister Golden Hair“ gehören dabei sicherlich der Opener „Daisy Jane“ und das vom Reggae geschwängerte „Woman Tonight“; zu den ans Herz wachsenden Geheimtipps „Old Virginia“ und „Tomorrow“.

Am Ende gab es einen verdienten vierten Platz in den US-Billboard Charts. Fun fact: Phil Hartman designte das Artwork der Platte. Den Mann zog es später in die Schauspielerei, unter anderem war er acht Seasons lang Teil der legendären „Saturday Night Live“-Crew. 1998 wurde er von seiner Partnerin erschossen.

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