AC/DC - Power Up (foto: sony music)

AC/DC – Power Up

Erscheinungsdatum
November 13, 2020
Label
Sony Music
Unsere Wertung
8
Anspieltipps
Shot in the Dark
Systems Down
Through The Mists Of Time
8
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Die alten Herren des Hard Rock melden sich eindrucksvoll zurück: „Power Up“ ist das erste AC/DC-Album seit sechs Jahren. Verlernt haben die Australier offenbar nichts.

Nein, in den vergangenen sechs Jahren stand es nicht wirklich gut um die Rocker aus Down Under. Nach dem Release des bis dato letzten Albums „Rock Or Bust“ ging es bei der Band um Angus Young drunter und drüber. Schon die Platte selbst wurde ohne Gründungsmitglied und Rhythmusgitarrist Malcolm Young eingespielt, der damals mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. 2017 verstarb er. Drummer Phil Rudd wurde 2014 verhaftet, konnte auch nicht mit der Band auf Tour gehen. Und dann musste Sänger Brian Johnson 2016 auf Tour die Segel streichen, da ihm sonst permanente Taubheit gedroht hätte. Er wurde zwischenzeitlich durch Guns-N-Roses-Frontmann Axl Rose ersetzt, der die verbleibenden Konzerte dann mit der Gruppe absolvierte. Klang zwar nicht schlecht, aber der eine oder andere Fan kotzte doch im Strahl. AC/DC machten hernach Pause – und keiner wusste, ob die 1973 gegründete Kapelle aus dieser jemals wiederkehren würde.

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Im September diesen Jahres überraschten die Australier dann aber mit einigen Teasern über Social Media. Ende des Monats bestätigte die Gruppe dann die Rückkehr von Phil Rudd, Brian Johnson und Cliff Williams, der sich eigentlich schon in Rock-Rente befand. Und noch besser: Es sollte ein neues Album geben. Das liegt jetzt mit „Power Up“ auch tatsächlich vor. Und ein bisschen fühlt sich das schon so an, als würde der November diesem Scheiß-Jahr doch noch mal eine gute Wendung geben. Erst die Abwahl Donald Trumps, dann das Announcement, dass es wohl bald einen Corona-Impfstoff geben würde – und dann liefern AC/DC auch noch den Soundtrack zu dieser „Scheiß drauf“-Party. Alles wird gut.

Jede Menge Power in den alten Knochen

Zwölf neue Songs kredenzen uns die Kollegen aus Down Under nun also. Es wäre natürlich übertrieben zu sagen, dass sich die Herrschaften „jung“ anhören, aber nach Seniorenstift eben auch noch lange nicht. AC/DC lassen es immer noch zünftig krachen. Ja, da steckt noch jede Menge Power in den alten Knochen, auch wenn man sich hier und da natürlich selbst kopiert. Das großartige „Shot in the Dark“ etwa hätte gut auf „Back in Black“ gepasst; „Demon Fire“ erinnert lose an „Whole Lotta Rosie“ und das Intro von „Witch’s Spell“ knüpft an „Who Made Who“ an. Um nur einige Beispiele zu nennen. Aber ganz ehrlich: Genau das erwartet man doch von AC/DC, genau das will man von AC/DC. Die Australier waren Pioniere des Heavy Rock, sie beherrschen ihn wie sonst niemand. Und die Tatsache, dass die Jungs hier beweisen, dass sie immer noch abgehen können, hat doch auch etwas Tröstliches. Füllmaterial – wie „Wild Reputation“ oder „No Man’s Land“ – gibt es hier nur wenig. Die meisten Songs – allen voran „Shot in the Dark“ und „Systems Down“ – kann man sich sehr gut auf künftigen Live-Setlists vorstellen, ohne dass sie negativ auffallen würden. Ganz im Gegenteil.

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