Gold

Gold (foto: studiocanal)

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6 Studiocanal

6

Ein bisschen „Wolf of Wall Street“, ein bisschen „Indiana Jones“: „Gold“ ist ebenso Abenteuerfilm wie Kapitalismus-Kritik. Der Streifen liegt nun auf DVD und Blu-Ray vor.

Es macht einfach Spaß, ihm zuzusehen: Was Matthew McConaughey in den vergangenen fünf, sechs Jahren anpackte, wurde zu Gold. Liegt doch da irgendwie nahe, einen Film zu drehen, der den Begriff gleich im Titel trägt. In „Gold“ schlüpft der gute Matthew in die Rolle des abgehalfterten, schmierigen Goldsuchers Kenny Wells, der nach dem ganz großen Erfolg lechzt, nachdem er die Minengesellschaft seines überraschend verstorbenen Vaters – seinem großen Vorbild – über die Jahre herunter gerockt hat. Dumm nur, dass niemand Kenny nach all seinen Misserfolgen auch nur noch einen Cent leihen möchte. Es droht der totale Absturz. Bis der charismatische Geologe Michael Acosta (Édgar Ramírez) in Kennys Leben tritt. Beide haben im Grunde nichts mehr zu verlieren – und starten ein waghalsiges Abenteuer. In den unerforschten Tiefen des Dschungels von Indonesien machen sie sich auf die Suche nach dem begehrten Edelmetall. Was sie dort finden, versetzt die Börsenwelt in Aufruhr …

„Gold“ ist ein Märchen von der Gier, ein Märchen, das von der Gier nach Anerkennung, nach materiellem Besitz erzählt und davon, wie weit der Einzelne dafür bereit ist, zu gehen. Ganz lose beruht die Story auf einem der größten Bergbau-Betrugsfälle, den die Welt bisher gesehen hatte, dem sogenannten Busang-Betrug von 1997, der global für Schlagzeilen sorgte. Der Fall ist jedoch bis heute nicht in all seinen Einzelheiten aufgeklärt, weshalb der Plot hier nur äußerst vage daran angelehnt ist. Das merkt man schon an dem Umstand, dass die Handlung in die achtziger Jahre verlegt wurde.

Regisseur Stephen Gaghan verquickt in „Gold“ Elemente aus dem Abenteuer-Genre mit einer gehörigen Portion Kapitalismus-Kritik. Der Film hat mit seinen 120 Minuten zwar so seine Längen, getragen wird er aber vor allem durch einen fantastisch aufgelegten Matthew McConaughey, der hier Mal wieder Mut zur Hässlichkeit beweist und seiner Rolle große Glaubwürdigkeit verleiht.

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Fazit: Guter Durchschnitt.

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