Yes - The Royal Affair Tour - Live from Las Vegas (foto: bmg / warner)

Yes – The Royal Affair Tour – Live from Las Vegas

Erscheinungsdatum
Oktober 30, 2020
Label
BMG
Unsere Wertung
5.5
Anspieltipps
All Good People
Imagine
Siberian Kathru
5.5
Für Komplettisten.
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Die Älteren werden sich noch dunkel erinnern: Früher, vor Corona, war es durchaus Usus, Live-Konzerte zu besuchen. Diesen längst vergessenen, ulkigen Zeiten gedenken auch die britischen Prog- und Artrock-Legenden von Yes mit einem neuen Live-Album. „The Royal Affair Tour – Live From Las Vegas“ heißt das gute Stück und ist soeben via BMG erschienen.

Gut, Yes ist natürlich nicht mehr gleich Yes. So ehrlich muss man sein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1968 spielten bei den Briten insgesamt 19 Musiker auf, vieles machten die Fans dabei mehr oder weniger klaglos mit. Als aber Original-Frontmann Jon Anderson im Jahr 2008 eher unschön aus der Band schied, hatten schon viele die Nase voll. Und als dann Yes-Dino Chris Squire 2015 verstarb, hatte das verbliebene Line-Up für die meisten wirklich nicht mehr viel mit Yes zu tun. Kein Gründungsmitglied ist mehr mit am Start. Aktuell gehören Steve Howe (Gitarre), Alan White (Schlagzeug), Geoff Downes (Keyboards), Sänger Jon Davison sowie Billy Sherwood zur Band, der nach dem Tod von Gründungsmitglied Squire den Bass übernahm.

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Live-Album Nummer 20

Bemerkenswert ist auf jeden Fall die Ausdauer der Kapelle, die, ehe sie von Corona ausgebremst wurde, tourt und tourt und tourt. „The Royal Affair Tour“ ist denn auch das 20. (!) Live-Album. Aufgenommen wurde die Platte im Juli 2019 im Hard Rock Hotel, Las Vegas. Auf dem Programm: viele klassische Songs, die zwischen 1970 und 1980 entstanden sind.  Das Set beginnt mit „No Opportunity Necessary, No Experience Needed“, einer Coverversion von Richie Havens aus ihrem zweiten Longplayer „Time And A Word“ (1970). „Tempus Fugit“ von „Drama“ (1980) war Geoff Downes‘ erstes Album als Mitglied von Yes, während „Going For The One“, „I’ve Seen All Good People“ und „Siberian Khatru“ von ikonischen Yes-Alben aus der Mitte der 70er Jahre stammen. Das Set beinhaltet weiterhin eine seltene Live-Aufführung einer Interpretation von Paul Simons „America“ und von John Lennons „Imagine“, bei dem John Lodge (The Moody Blues) sich den Gesang mit Jon Davison teilt. Seinen Höhepunkt erreicht das Album mit den Klassikern „Roundabout“ und „Starship Trooper“ zum Abschluss des Konzertes.

Keine Frage: Technisch ist das alles sauber. Die Nummern funktionieren auch heute noch ganz gut. Die Magie, die die originale Besetzung aber versprühte, erreicht das aktuelle Line-Up nicht mehr. Im Grunde wirken Yes heute wie eine glorifizierte Cover- oder Tribute-Band ihrer selbst. Zumal der neue Frontmann auch nicht an Jon Anderson heranreicht, der ja schon recht unique war. Und so ist diese Live-Platte dann am Ende doch wohl eher etwas für Komplettisten.

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