Preis der Freiheit (foto: edel: motion)

Preis der Freiheit

Erscheinungsdatum
November 22, 2019
Verleih
Edel: Motion
Unsere Wertung
5
5
Zu bieder.
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Dreiteiler zum 30. Jubiläum des Mauerfalls: Mit dem Epos „Preis der Freiheit“ hat das ZDF mal wieder die DDR zu Grabe getragen. Die Miniserie liegt nun fürs Heimkino vor.

Deutschland, 1987. Margot (Barbara Auer), Lotte (Nadja Uhl) und Silvia (Nicolette Krebitz) sind drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Als ranghohe Mitarbeiterin der Kommerziellen Koordinierung, kurz „KoKo“, beobachtet Margot, wie ihr Land auf einen Staatsbankrott zusteuert. Ihre Behörde hat lange als kapitalistische Devisen-Beschaffungsmaschine die DDR finanziell stabilisiert. Jetzt steht Margot vor der Frage, ob die klamme DDR unter dem Ansturm der aufbegehrenden Bevölkerung noch zu retten ist. Ihre Schwester Lotte, alleinerziehende Mutter eines Teenagers, hinterfragt allmählich das System. Sie engagiert sich für die junge Umweltbewegung in der DDR. Die jüngste Schwester Silvia ist vor langer Zeit aus dem Leben der beiden anderen verschwunden. Weder Margot noch Lotte ahnen, wie konsequent sie im Westen daran arbeitet, das DDR-Regime zu zerschlagen und ihre damals zurückgelassenen Kinder wieder für sich zu gewinnen.

Bei Verhandlungen zu Häftlingsfreikäufen zwischen DDR und BRD treffen Margot und Silvia im Ministerium für Innerdeutsche Beziehungen überraschend und anscheinend unversöhnlich aufeinander. Ist trotz der völlig unterschiedlichen Lebensphilosophien Blut dennoch dicker als Wasser?

Zu bieder, zu konventionell

Keine Frage: Der Mauerfall, das Sterben der DDR, die Wende – all das ist faszinierender Stoff. Und so verwundert es nicht, dass in schöner Regelmäßigkeit, Filmemacher sich an eben diesem versuchen. „Jenseits der Mauer“, „Tannbach“, „Wendezeit“ – just to name a few. Mit „Preis der Freiheit“ hat sich also nun das ZDF mal wieder am Event-Mehrteiler-Format versucht. Es hat probiert, große Geschichte anhand einer fiktiven Familienstory zu spiegeln . Das Ergebnis: Leider viel Lärm um wenig. Recht klischeebeladen und konventionell kommt die Miniserie daher, ja, unheimlich sentimental. Dabei bietet sie wenig Neues auf. Das ist fast schon ein bisschen enttäuschend, hätte das Format doch so viel mehr Möglichkeiten geboten anstatt die Geschichte der DDR im immer wieder gleichen Muster zu erzählen. Über dieses Versäumnis tröstet die hervorragende Besetzung (in weiteren Rollen: Joachim Król, Angela Winkler und Milan Peschel) auch nicht hinweg.

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