My Soundtrack: Alin Coen

Alin Coen (foto: sandra ludewig)

„Eine Stimme wie eine warme Decke“ und „Elfen-Pop“ – so umschrieb die Westdeutsche Allgemeine mal die Musik von Alin Coen. Überhaupt sind Rezensenten meist voll des Lobes, wenn es um die Musikerin aus Hamburg geht. Vor allem dann, wenn es um die Live-Musik der Alin Coen Band geht. Die hat die Magie aus acht Jahren Bandgeschichte gerade auf eine Scheibe gepresst und ein Live-Album veröffentlicht. „Alles was ich hab – Live“ ist soeben erschienen. Beim Hören welcher Songs Alin Coen selbst eine ganz besondere Magie verspürt, das verrät uns die Sängerin in „My Soundtrack“. 

 

Emily Millard (FKA Miss Emily Brown) – Sleeping Lions 
Bei einem Festival in Kanada, bei dem auch meine Band 2009 auftrat, sah ich Emily Millard zum ersten Mal und holte mir gleich ihre Platte. Sie singt einfach zauberhaft. Ich habe sie ein paar Jahre später nach Deutschland eingeladen, damit sie hier eine Tour spielt. Inzwischen ist sie schon dreimal in Deutschland auf Tour gewesen und kommt bestimmt bald wieder.

Alt-J – Taro 
Auf Minute 1:15 geht in diesem Lied ein Klang los, der mich neugierig gemacht hat. Ich wollte dieses Geräusch immer wieder hören. Ich habe die Lyrics zum Lied gelesen und auch noch Textinterpretationen, weil ich so wenig verstand. Es beschreibt die letzten Momente im Leben des Kriegsfotografen Robert Capa, der lange mit der Fotografin Gerda Taro zusammen war. Ich habe auch ein bisschen über das Leben von Capa und Taro gelesen. Als ich das Lied nochmal mit etwas Hintergrundwissen hörte, hat es mich völlig umgehauen. So ein bewegendes Stück.

Wallis Bird – All for you
Als Myspace noch der Ort war, auf dem man als Musiker netzwerkte (2007), entdeckte ich dort die irische Sängerin Wallis Bird. Ich wollte sie unbedingt in meine Stadt holen, um ein Konzert mit ihr zu organisieren. Mit etwas Geduld und Geschick klappte das auch. Ihre Musik macht mich glücklich. Mir scheint, dass sie eine heilsame Stimme hat.

Ani DiFranco – You Had Time
Mit 19 war ich 3 Monate alleine auf Reise durch Indien. Ich hatte ein Mixtape dabei, auf dem unter anderem vier Lieder von Ani DiFranco drauf waren. Durch ihre Musik kam in mir der Wunsch auf, selber Lieder zu schreiben.

Joni Mitchell – A Case of You
Dieses Lied war eines der ersten, die ich mir auf Gitarre beigebracht habe – mit Tabs aus dem Internet. Ich liebe die Texte von Joni Mitchell. Sie sind sehr poetisch aber auch total gut nachzuempfinden.

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