The Damned - Not Like Everybody Else (foto: earMusic)

The Damned – Not Like Everybody Else

Erscheinungsdatum
Januar 23, 2026
Label
earMusic
Unsere Wertung
7

„Not Like Everybody Else“ ist ein Tribute-Album im doppelten Sinne. The Damned covern hier, um einem verstorbenen, früheren Bandkollegen Respekt zu zollen.

Der Startschuss für The Damned fiel im Jahr 1976. Dave Vanian, Captain Sensible und Rat Scabies waren damals noch Mitglieder von Masters of the Backside (zu denen auch Pretenders-Frontfrau Chrissie Hynde gehörte). Brian James mischte bei London SS mit, bei denen sich später The Clash und Generation X personell bedienen sollten. Scabies wäre selbst gern Teil von London SS gewesen. Er fiel beim Vorspielen aber durch. Dennoch machte er so die Bekanntschaft von James . Nan verstand sich so gut, dass man gemeinsam musizieren und eine Band formieren wollte. Bei dieser griff James in die Saiten, Scabies nahm die Drumsticks in die Hand. Sid Vicious (später beid en Sex Pistols) und Dave Vanian hatte man als Sänger im Blick. Vanian wurde es schließlich. Mit Captain Sensible am Bass waren The Damned komplett.

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James mit Schlüsselrolle

Brian James fiel am Anfang eine Schlüsselrolle in der Kapelle zu. Aus seiner Feder floss fast das komplette Material für die ersten beiden Alben der Punk-Band, „Damned Damned Damned“ und „Music for Pleasure“. Ende der Siebziger verließ er die Band aber.

Warum, verriet er in einem Interview mit„Punk 77“: „Weihnachten 1977 hatte ich die Entscheidung bereits gefällt. Rat hatte die Band bereits verlassen, sein Ersatz war nicht der richtige. Die Songs, die ich schrieb, klangen nicht mehr nach The Damned, sondern waren eher von Syd Barrett beeinflusst. Captain und Dave waren darüber nicht glücklich. Jeder gründete dann neue Bands, meine nannte sich Tanz Der Youth. Innerhalb eines Jahres trennten wir uns. Iggy Pop lud mich ein, ihn auf seiner Tournee zu begleiten. The Damned reformierten sich ohne mich, mit Captain an der Gitarre, Ich selbst veröffentlichte damals zwei Solo-Singles, mit Stewart Copeland an den Drums. Stiv Bators und ich suchten uns dann einen Bassisten und einen Drummer und riefen die Lords of the New Church ins Leben.

Scabies nach 40 Jahren wieder dabei

Man blieb sich aber verbunden, immer wieder kam es zu gemeinsamen Auftritten mit den alten The-Damned-Kollegen. Und so saß der Schock natürlich tief, als am 6. März 2025 die Nachricht die Runde machte, dass Brian James im Alter von 74 Jahren verstorben war. Um dem früheren Kollegen Tribut zu zollen, fand sich die Band Ende des Jahres im Studio zusammen: Dave Vanian (Gesang), Captain Sensible (Gitarre), Rat Scabies(Schlagzeug), Paul Gray (Bass) und der langjährige Keyboarder Monty Oxymoron. Ja, richtig gelesen: Rat Scabies war nach 40 Jahren wieder das erste Mal mit der Band im Studio.

Die Idee: ein Album mit Songs aufzunehmen, die zu den Favoriten von Brian James gezählt haben. Aufgenommen in nur fünf Tagen voller Emotion und kreativer Energie im Revolver Studio in Los Angeles, fängt das Album die rohe Spielfreude ein, mit der alles begann. 

James noch einmal zu hören

Los geht es mit R. Dean Taylors „There’s A Ghost In My House“, danach folgen Klassiker wie Pink Floyds „See Emily Play“ (schnörkellos effektiv vorgetragen), The Yardbirds („Heart Full Of Soul“), The Stooges („Gimme Danger“), The Kinks („I’m Not Like Everybody Else“) und „When I Was Young“ von The Animals. Ein gelungener, geschmackssicherer Nostalgie-Trip in die Sechziger und Siebziger Jahre, The Damned werden den Originalen mehr als gerecht, setzen ihnen dabei doch auch ihren eigenen Stempel auf.

Das Glanzlicht hat man sich bis zum Schluss aufgehoben: „The Last Time“ von den Rolling Stones, mit Brian James selbst, aufgenommen bei seinem letzten Live-Auftritt mit The Damned in Hammersmith. Der emotionale Höhepunkt der Platte. Auch die energetische Neuinterpretation des Klassikers „Summer In The City“ von The Lovin’ Spoonful bleibt haften. Treibende Gitarren und eine raue, direkte Performance geben dem Song einen schön dreckigen, urbanen Drive und fangen die Hitze und Unruhe des Stadtlebens ein.

The Damned werden das Album in einer Serie aus drei exklusiven Shows performen. Neben der Albert Hall in Manchester (am 28. Januar) und dem Bataclan in Paris (am 1. Februar), werden sie auch in der Essigfabrik in Köln (am 3. Februar) zu Gast sein. Auf dem Programm stehen natürlich Songs aus „Not Like Everybody Else“ ebenso Cover weiterer Songs, die ihre Karriere geprägt haben.

Anspieltipps
The Last Time
When I Was Young
Summer in the City
See Emily Play
7
Geschmackvolles Tributalbum.
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