Horror-Thriller mit Erotik-Anteil – oder doch eher düsterer Erotik-Film mit Alibi-Plot? So richtig kann sich „Tortured – Dein letztes Date“ da nicht entscheiden. Der philippinische Streifen liegt jetzt fürs Heimkino vor.
Jessie (Nico Locco) ist attraktiv – und ein gefährlicher Psychopath. Angestachelt von seinem hasserfüllten Stiefvater Bernard (Emil Sandoval) datet er hübsche junge Frauen, denen nach heißblütigem Sex ein verstörendes Martyrium bevorsteht. Doch als Jessie die charmante Eula (Aiko Garcia) trifft, keimen bei ihm erstmals echte romantische Gefühle auf. Deswegen will er aus dem Kreislauf von Kidnapping und Vergewaltigung ausbrechen. Aber da hat er die Rechnung ohne Bernard gemacht.
anzeige
Auch bei diesem Horror-Thriller setzen die Macher vor allem auf eines: viel nackte Haut. Sex sells hat im Film ja schon immer gut funktioniert. Doof nur, wenn abseits davon nichts geboten wird. Und das ist in „Tortured – Dein letztes Date“ leider der Fall. Der Film arbeitet sich an mehreren geschmacklosen, düsteren Themen ab, versucht dem Killer so einen Grund für sein schändliches Tun zu liefern, scheitert aber am Ende doch daran, die Figuren anständig auszumalen. Das gilt vor allem für die Opfer des Mörders. Es braucht auch viel zu lange (40 Minuten) bis man sich durch viele quälende Dialoge gekämpft hat und der Film, der das Exploration-Genre hier eher behauptet, Fahrt aufnimmt. Dass die Schauspieler-Leistungen hier maximal durchwachsen sind, hilft dem Projekt natürlich auch nicht.
anzeige



