Steve Hogarth - SPQR (foto: earMUSIC)

Steve Hogarth – SPQR

Erscheinungsdatum
Januar 16, 2026
Label
earMusic
Unsere Wertung
8

Alle Wege führen nach Rom. Auch der von Steve Hogarth. Der Frontmann und Musiker der legendären britischen Band Marillion machte 2024 solo in der Ewigen Stadt Station. Unter dem Namen „SPQR“ ist nun ein Live-Mitschnitt des Abends erschienen.

Marillion haben sich in den 1980er Jahren ihren Platz in der britischen Musikgeschichte vor allem durch Hits wie „Kayleigh“ und „Lavender“ gesichert. Nach künstlerischen Differenzen verließ Frontmann Fish, der oft so ein bisschen in seinem Gebaren an Peter Gabriel erinnerte, 1988 die Neo-Prog-Rock-Band. Oft bedeutet der Abgang eines Sängers das Aus einer Band, bei Marillion aber nahm Steve Hogarth 1989 den Platz am Mikro ein – und hat ihn bis heute inne. Der charismatische Frontmann und Texter hat mit seiner ausdrucksstarken Stimme, seinen poetischen Texten und seinen emotionalen Performances die Entwicklung der Band hin zur Artrock-Kapelle maßgeblich mitgeprägt.

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Auch solo ist der Mann stets aktiv und umtriebig geblieben. In seinen Soloalben und Kollaborationen, etwa mit Richard Barbieri und der italienischen Progressive-Band RanestRane, lebt Hogarth seine Vorliebe fürs musikalische Geschichtenerzählen und Atmosphärenschaffen voll aus, verschmilzt dabei Rock, klassische Elemente und Ambient-Einflüsse miteinander.

In der Ewigen Stadt

2024 war der Mann solo auf Konzertreise. Diese führte ihn am 3. Februar 2024 auch nach Rom. Sein erster Auftritt in der Ewigen Stadt seit acht Jahren. Hogarth bestritt den Abend weitgehend alleine, an Gitarre oder E-Piano, wurde aber hier und da auch von dem Flowing Chords Choir (etwa bei „The Crow And The Nightingale“) und der italienischen Band RanestRane unterstützt, die hier mit Harfe, Mandoline, Harmonium und Tablas aufwartete. Diese Konstellation sorgte für eine besondere, ja, intime, aber durchaus auch intensive Atmosphäre sorgte.

Im Fokus standen an diesem magischen Abend Marillion-Klassiker (zum Beispiel „Thank You Wherever You Are“, „Afraid of Sunlight“, „Sounds That Can’t Be Made“ oder „White Paper“). Dazu gab es ein paar Solo-Stücke (großartig: „The Deep Water“) beziehungsweise Songs aus seiner The-Europeans-Zeit („Acid Rain“) sowie Coverversionen von The Beatles und Leonard Cohen. Bei den Covern fährt Hogarth gerne mal groß auf, hier ließ er es ein bisschen ruhiger angehen. Die ausgewählten Stücke – „All You Need Is Love“ (Beatles) und „Famous Blue Raincoat“ (Cohen) – kommen aber gut.

Ein magischer Abend

Die Stimmung in der schmucken Venus ist hervorragend, das Live-Feeling wird hier wunderbar eingefangen. Immer wieder hört man das gut aufgelegte Publikum, auch ein Teil der kurzweiligen Ansagen Hogarths – bei diesem Mitschnitt in absoluter Top-Form – sind zum Glück nicht der Schere zum Opfer gefallen. So lässt sich der magische Abend auch für Daheimgeblieben wunderbar nachvollziehen.

Erhältlich ist das Ganze als 2CD+Blu-ray Digipak und Black 3LP Gatefold.

Anspieltipps
White Paper
Famous Blue Raincoat
Three Minute Boy / All You Need Is Love
In The Deep Water
8
Berauschend.
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