The Long Walk - Todesmarsch (foto: Leonine Studios)

The Long Walk – Todesmarsch

Erscheinungsdatum
Dezember 24, 2025
Verleih
Leonine Studios
Unsere Wertung
6.5

Ein Klassiker der dystopischen Literatur endlich verfilmt: Stephen Kings „The Long Walk“ (Todesmarsch) hat lange auf eine Adaption warten müssen. Jetzt ist es endlich soweit. Der Horror-Thriller liegt nun fürs Heimkino vor.

Die USA wird nach einem Großen Krieg von einem autoritären Militärregime geführt und befindet sich in einer wirtschaftlichen Schieflage. Die Moral ist am Boden. Um die Bevölkerung zu motivieren und irgendwie bei der Stange zu halten, wird jedes Jahr ein sogenannter Langer Marsch auf die Beine gestellt. Die Idee: 50 männliche Jugendliche müssen so lange marschieren, bis nur noch einer von ihnen übrig ist. Und das ganz buchstäblich: Wer langsamer als drei Meilen pro Stunde läuft, wird verwarnt und nach der dritten Warnung von den Militärs erschossen. Das alles unter Aufsicht des Majors (Mark Hamill). Auf den Gewinner wartet ein Leben in Saus und Braus. Auch Ray Garraty (Cooper Hoffman) nimmt in diesem Jahr an dem grausamen Lauf teil, der in Maine beginnt und dann Richtung Südwesten führt . Ebenso wie Peter McVries (David Jonsson), Hank Olson (Ben Wang), Art Baker (Tut Nyot), Gary Barkovitch (Charlie Plummer), Collie Parker (Joshua Odjick) und Billy Stebbins (Garrett Wareing). Alle haben sie unterschiedliche Motivationen. Und auch wenn sich während des Marschs die eine oder andere Allianz bildet: Es kann am Ende nur einen Sieger geben. Nur einen Überlebenden.

anzeige

Umsetzung mit langem Vorlauf

Francis Lawrence hat mit dystopischem Kino schon so seine Erfahrungen. Er zeichnete als Regisseur ja schon bei der „Die Tribute von Panem“-Reihe verantwortlich. Nun hat sich der Gute an Stephen Kings Roman „The Long Walk“ gewagt. Einer Geschichte, die King 1979 unter dem Pseudonym Richard Bachman veröffentlicht hat und hierzulande 1987 unter dem Titel „Todesmarsch“ erschienen ist.

Ideen, den Stoff zu verfilmen, gab es schon einige. In den späten 1980ern interessierte sich George A. Romero dafür, in den 2000er Jahren Frank Darabont. Zu einer tatsächlichen Umsetzung kam es jedoch nie. 2018 kündigte New Line Cinema an, das Buch zu verfilmen. Es floss noch ein bisschen Wasser den Rhein runter, ehe der Streifen in die Kinos kam. Am Ende realisierte schließlich Lionsgate endlich das Projekt – und machte nicht nur Stephen-King-Fans damit eine echte Freude.

Was sich vom Buch unterscheidet

Gut. Puristen wird es stören, dass sich der Streifen an der einen oder anderen Stelle merklich vom Buch unterscheidet. Es gibt weniger Teilnehmer, auch die erforderliche Schrittgeschwindigkeit wurde (übrigens auf Bitte von Stephen King hin) reduziert. Mit Scramm and Abraham wurden auch zwei Figuren einfach weggelassen. Und auch das Ende hat man – der besseren Dramaturgie wegen – abgeändert.

Dennoch dürften sie mit der Umsetzung zufrieden sein. Es ist gar nicht so einfach, die Story visuell packend umzusetzen, da ja optisch nicht viel Abwechslung geboten wird und man praktisch über die gesamte Dauer des Films in der Situation ist. Lawrence gelingt es, dass die Zuschauer Empathie für die Marschierenden entwickeln, und das obwohl der Streifen ohne große Rückblendungen auskommt. Das liegt auch an der jungen Cast, die ihre Sache hier gut macht.

6.5
Eine der besseren King-Verfilmungen.
Hier kaufen

anzeige

Zeen is a next generation WordPress theme. It’s powerful, beautifully designed and comes with everything you need to engage your visitors and increase conversions.

Zeen Subscribe
A customizable subscription slide-in box to promote your newsletter
[mc4wp_form id="314"]
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner