Rock-Ikone Sting hat dieser Tage mit „The Last Ship (Expanded Edition)“ eine aktualisierte Version seines gefeierten Albums aus dem Jahr 2013 aufgelegt Unter den 24 Titeln befinden sich fünf neue Aufnahmen.
Es hatten sich lange Gerüchte darum gerankt, am Ende wurden sie wahr: Sting hat ein Musical auf die Beine gestellt. Inspiration hatte er sich dabei in der eigenen Kindheit geholt. Wie schon mal beim Konzept-Album „The Soul Cages“ (1991), das den Tod seines Vaters verhandelte . Sting wuchs in dem vom Schiffsbau geprägten Städtchen Wallsend (nahe Newcastle) auf und verknüpft in dem Musical (seinem ersten) seine Erfahrungen, seine Familiengeschichte, mit der Idee von Vergänglichkeit, dem Niedergang der Werften in Großbritannien Ende der 1980er Jahre und dem Thema Arbeiterstolz. 2014 feierte das Stück, mit dem Sting auch die Region, aus der er stammt, und ihre Menschen würdigen wollte, 2014 in Chicago.
anzeige
Schon 2013 brachte Sting, damals zarte 61 Jahre alt, den Soundtrack dazu auf den Markt: „The Last Ship“, sein elftes Studioalbum und sein erstes mit neuem Material seit „Sacred Love“ aus dem Jahr 2003. Dabei fuhr der Mann groß auf. Mit Brian Johnson (AC/DC), Jimmy Nail, The Unthanks, The Wilson Family und Kathryn Tickell holte sich der Ex-The-Police-Frontmann eine ganze Reihe an Feature-Gästen mit ins Boot, die allesamt eine persönliche Beziehung zu Nordengland hatten.
Sting goes Shanty
Natürlich klang „The Last Ship“ anders als das, was man von Sting üblicherweise gewohnt war. Mit klassischem Pop oder Rock hatte das nichts mehr zu tun, der Mainstream, das war klar, war hier nicht der Adressat. Hier ein bisschen keltischer Folk, da ein bisschen Shanty, mal mit Pop verbunden, mal nicht, und eine Prise Jazz („Practical Arrangement“) hatte es auch noch. Den Radio-Sting hört man am ehesten noch bei „And Yet“ oder „August Winds“ heraus. Die Texte: eher düster, eher nachdenklich. Sting ist hier mehr Storyteller denn Hit-Maschine, gerne auch mit dickem Newcastle-Akzent.
Besonders stark ist das geschichtsschwangere „Ballad of The Great Eastern“ geraten. Aber auch „Dead Man’s Boots“ bleibt haften, in dem Sting von den Arbeitsschuhen singt, die sein Vater ihm geschenkt hat, in der Hoffnung, sein Sohn möge sie eines Tages wie ein echter Mann tragen. Das Duett mit Betty Unthank – „So To Speak“ – behält man ebenfalls in positiver Erinnerung.
Erweiterte Neuauflage noch vor Weihnachten
„The Last Ship“ kommt jetzt in einer neuen Expanded Edition daher, unter anderem als 2CD- und 2LP-Set. Unter den 24 Songs, die in diesen Editionen feilgeboten werden, befinden sich auch fünf bis dato unveröffentlichte Aufnahmen, darunter „Island of Souls (2025)“, „Shipyard (mit Joe Caffrey, Brian Johnson und Jo Lawry)“, „Ship of State (mit Renée Fleming)“, „If You Ever See Me Talking to a Sailor (featuring Frances McNamee)“ und „O’Brien’s Hymn“, die zum Teil neu aufgenommen beziehungsweise durch neue Gesangsspuren ergänzt wurden. Die neuen Gesangsspuren stammen dabei von Mitgliedern des Musical-Ensembles.
Die neu aufgelegte Version soll natürlich die Vorfreude auf Stings Rückkehr mit “The Last Ship” auf die Bühne steigern: Im Januar präsentiert er die neu adaptierte Fassung seines Musicals “The Last Ship” in Amsterdam, im Februar geht es nach Paris und im Juni schließlich an Metropolitan Opera in New York. Die Produktion – mit neuem Buch von Barney Norris sowie neuen und überarbeiteten Songs – erzählt von einer nordenglischen Schiffbauergemeinde im Wandel. Sting übernimmt die Rolle des Werftvorarbeiters Jackie White, an seiner Seite steht Reggae-Ikone Shaggy als Ferryman.
anzeige



