Horror aus Neuseeland und Argentinien kommt bei uns eher selten auf den Gabentisch. „Play Dead“ ist eine dieser raren Produktionen, die es auch bei uns auf den Radar schaffen. Der dialogarme Streifen liegt jetzt fürs Heimkino vor.
Alison (Paula Brasca) wacht mit einer schweren Bauchverletzung in einem düsteren Keller auf – umgeben von Leichen junger Frauen. Ein Schlächter mit Ledermaske (Damian Castillo) kommt regelmäßig herunter und schleppt die leblosen Frauenkörper nach draußen. Um zu überleben, muss Alison sich totstellen und einen Ausweg aus der Hölle finden, bevor auch sie an der Reihe ist.
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Ja, es ist eine durchaus verstörende Ausgangssituation, mit der Regisseur Carlos Goitia in diesem Horror-Streifen arbeitet. Ein albtraumhaftes, klaustrophobisches Backwoods-Horror-Beinahe-Kammerspiel, das mit für das Genre durchaus annehmbaren Schauspiel-Leistungen aufwartet. Leider werden die wenigen Figuren doch etwas zu wenig ausgemalt, um hier wirklich effektvoll mitzufiebern. Auch wird aus der Ausgangslage zu wenig gemacht. Obwohl der simple Plot auf rund 70 Minuten aufgeblasen wurde, findet kein gut inszeniertes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Alison und ihrem Entführer statt. Das Ganze plätschert langsam vor sich hin. Mit Genre-Vorbildern und Meilensteinen wie „SAW“ nicht zu vergleichen.
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