Herzerwärmendes Kino aus Brasilien: „Das tiefste Blau“ stellt nicht nur wichtige politische, gesellschaftliche Fragen, sondern überzeugt auch auf einer poetisch-künstlerischen Ebene. Der Streifen liegt nun fürs Heimkino vor.
Die 77-jährige Tereza (Denise Weinberg) lebt in einer kleinen Industriestadt im Amazonasgebiet. Eines Tages erhält sie die offizielle Anweisung der Regierung, in eine Seniorenkolonie in einer entlegenen Gegend zu ziehen. Hier sollen die Alten ihre letzten Jahre „genießen“, während die junge Generation sich voll und ganz auf Produktivität und Wirtschaftswachstum konzentrieren kann. Doch Tereza widersetzt sich. Sie begibt sich auf eine Reise immer weiter hinein in das Amazonasgebiet, durch die Nebenflüsse und den Dschungel. Einen letzten Wunsch will sie sich erfüllen, bevor man ihr die Freiheit nimmt. Einen letzten Wunsch, der Tereza verändern und ihr Leben in eine neue Richtung lenken wird.
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Auf den 75. Internationalen Filmfestspielen von Berlin wurde der bildgewaltige und kraftvolle Film im Rahmen seiner Weltpremiere mit dem Großen Preis der Jury (Silberner Bär), dem Preis der ökumenischen Jury sowie dem Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost ausgezeichnet. Völlig zu Recht. Regisseur und Autor Gabriel Mascaro erzählt in „Das tiefste Blau“ eindringlich vom Streben nach Freiheit, Widerstandsfähigkeit und den Umgang einer Gesellschaft mit ihren alten Menschen. Es ist ein inspirierender, mit unterhaltsamen Begegnungen und Abenteuern gespickter Road Movie. Neben der großartigen Denise Weinberg besticht auch der brasilianische Schauspielstar Rodrigo Santoro in diesem herzerwärmenden Streifen, der auch visuell und akustisch ansprechend daherkommt.
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