Predator (5-Movie-Collection) (foto: Leonine Studios)

Predator: 5-Movie-Collection

Erscheinungsdatum
November 28, 2025
Verleih
Leonine
Unsere Wertung
6.5

Von „Predator“ bis „Prey“: Die ersten fünf Filme des „Predator“-Franchise liegen jetzt gebündelt in einer Box fürs Heimkino vor.

Predator (1987)

Eine Routinemission wird zum Horrortrip. Das Spezialkommando unter Major Dutch Schaefer (Arnold Schwarzenegger) soll im mittelamerikanischen Dschungel Geiseln aus den Händen von Guerilleros befreien. Doch die Männer bekommen es nicht nur mit einer Handvoll Rebellen zu tun. In der grünen Hölle lauert ihnen ein Gegner auf, der nicht von dieser Welt ist. Eine Kreatur, die das Töten als reine Lust betrachtet – und Elitesoldaten als willkommene Jagdtrophäen.

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„Predator“, 1987 unter der Regie von John McTiernan („Stirb langsam“) entstanden, war seinerzeit der Auftakt zum Kult-Franchise. Mit Arnold Schwarzenegger hatte man dafür genau das richtige Zugpferd. Jean-Claude Van Damme hatte eigentlich die Rolle des Predators inne, wurde aber während der Dreharbeiten durch Kevin Peter Hall ersetzt, weil der einfach körperlich die imposantere Erscheinung war. Der in Mexiko gedrehte Streifen besticht durch eine perfekte Melange aus Action, Horror und Science Fiction – und auch durch eine gewisse Tiefe. Der ebenso brutale wie intelligent inszenierte Film (die Effekte waren für die Zeit fantastisch!) funktioniert nämlich auch als eine Parabel auf das Grauen des Dschungelkriegs in Vietnam. Ein verdienter Klassiker des 1980er Jahre Action-Kinos.

Wertung: 8

Predator 2 (1990)

Vor Jahren hatte er sich seine Opfer dort gesucht, wo die Welt am unwegsamsten ist – tief im südamerikanischen Dschungel. Heute hat er ein anderes Jagdrevier gefunden – den Dschungel von Los Angeles. Hier schlägt der Predator gnadenlos zu: Menschen verschwinden, verstümmelte Leichen stacheln die bis an die Zähne bewaffneten Drogenmafia-Gangs zu einem blutigen Bandenkrieg an. Angst und nackter Terror beherrschen die Stadt. Nur der Polizei-Sergeant Mike Harrigan (Danny Glover, bekannt aus „Lethal Weapon“) will sich nicht damit abfinden, ein leichtes Opfer zu sein. Er stellt sich dem übermächtigen Unbekannten.

Der Film kam zwar im Jahr 1990 heraus, spielt aber in der Zukunft (1997). Schwarzenegger sagte damals eine Gast-Rolle ab, weil er durch Dreharbeiten („Terminator 2“) verhindert war. Auch John McTiernan war nicht mehr mit von der Partie. Regie führte stattdessen Stephen Hopkins. Mit Danny Glover in der Hauptrolle haben die Macher eine gute Entscheidung getroffen. Klar, die Zugkraft eines Arnie hatte er nun nicht, aber sein Spiel verlieh der Filmreihe schon eine neue, ernstzunehmende Dimension. Ein Gewinn. Auch dieser Film kam natürlich extrem männlich-breitbeinig daher, durch die neuen Darsteller, die neue Location und auch neue Waffen wurde drohende Redundanz vermieden. Die Ausarbeitung der Figuren und auch des Plots können aber mit dem ersten Teil nicht ganz mithalten – ohne jedoch deswegen aber schwach zu sein.

Wertung: 6,5

Predators (2010)

Der Söldner Royce führt eine Gruppe von Spitzenkriegern an, die auf eine nicht weiter spezifizierte Mission auf einen fremden Planeten geschickt wird. Erst als er dort gelandet ist, stellt der bunt zusammen gewürfelte Trupp, der aus Soldaten, Schwerverbrechern, Todesschwadronen und Yakuza besteht, fest, dass sie nur als Kanonenfutter dienen – für eine Mutation jener todbringenden Jäger, die erst vor kurzem die Erde besucht hatten. Ein verzweifelter Kampf ums Überleben beginnt, bei dem sich die Söldner nur auf die eigenen Fähigkeiten verlassen können.

20 Jahre nach „Predator 2“ versuchte sich Regisseur Nimród Antal an einer Art Remake. Leider kommt dieses nicht so innovativ wie das Original daher, es fehlt an Charme, es fehlt an Überraschungen – und auch an Zugpferden. Adrien Brody konnte weder Schwarzenegger noch Glover das Wasser reichen. Auch wenn er eigentlich kein Schlechter ist: In der Rolle des Söldners vermag er einfach nicht zu überzeugen. Und sonst? Bis auf die Predatoren ist hier nichts besser. Der Plot ist dünn und vorhersehbar, die Charaktere sind Klischees, Abziehbilder. Immerhin ist die Action gut inszeniert. Und durch das Setting war für den nötigen Nostalgiefaktor gesorgt.

Wertung: 5,5

Predator – Upgrade (2018)

Während eines Einsatzes der US Army in einem lateinamerikanischen Land stürzt in der Nähe ein Raumschiff ab. An Bord: ein Predator. Die Konfrontation mit eben diesem überlebt nur der Scharfschütze Quinn McKenna (Boyd Holbrook). Teile von dessen Ausrüstung schickt er in einem Paket an seine Privatadresse. Dort fallen die Teile seinem Sohn in die Hände. Der Predator büxt derweil aus der Gefangenschaft aus. Eine Handvoll zusammengewürfelter Ex-Soldaten und eine Wissenschaftlerin werden zur letzten Hoffnung der Menschheit im Kampf ums Überleben gegen den übermächtigen Feind.

An der Kinokasse war dieser Predator-Aufguss zwar nicht gefloppt, blieb aber auch hinter den sehr hohen Erwartungen zurück. Dabei wurde er – zu Recht – als blutiger und härter als seine Vorgänger angepriesen. Das Gore-Level alleine macht aber noch keinen guten Film aus. Die Gags: arg bemüht. Der verstärkte Einsatz von CGI: störend. Nahm dem Franchise viel Charme. Der Plot: wirr. Auch der Niedergang in Sachen Strahlkraft der Protagonisten wurde konsequent fortgeführt, es fehlte der Reihe weiter an namhaften Zugpferden und starken Charakteren. Und über die lächerliche Art und Weise, wie in dem Film Autismus dargestellt wird, hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens.

Wertung: 4,5

Prey (2022)

„Prey“ spielt vor 300 Jahren im Volk der Comanchen und erzählt die Geschichte einer jungen Frau, Naru (Amber Midthunder), einer wilden und talentierten Kriegerin. Sie wuchs im Schatten einiger der legendärsten Jäger der Great Plains auf. Als ihr Lager bedroht wird, macht sie sich auf den Weg, um ihr Volk zu schützen. Die Bedrohung, mit der Naru konfrontiert wird, entpuppt sich als ein hochentwickeltes außerirdisches Raubtier mit einem technischen Arsenal neuen Ausmaßes, was zu einem bösartigen und erschreckenden Showdown zwischen Naru und dem unbekannten Wesen führt.

Die lang ersehnte Erholung des Franchise. Auch, weil man hier mal wieder die Chuzpe hatte und einen ganz neuen Ansatz wagte, eine Protagonistin in den Fokus rückte. Der Mut wurde belohnt. Midthunder machte ihre Sache überzeugend, ihr Charakter war auch gut ausgearbeitet. Das grüne Setting erinnert an das Original, klar, ein müder Abklatsch ist „Prey“ jedoch nicht. Die Action ist top inszeniert, Timing und Pacing des Films stimmen. Und die authentische Art und Weise, wie die Kultur der Native Americans gezeigt wird, gefiel ebenfalls.

Wertung: 8

6.5
Schwankende Qualität.
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