Remake eines Sci-Fi-Klassikers: Nicht Hollywood, sondern die Franzosen wagten sich an die Neuverfilmung von Richard Mathesons „The Shrinking Man“. Mut, der belohnt wird. „Der Mann, der immer kleiner wurde“ liegt nun fürs Heimkino vor.
Pauls (Jean Durjadin) Leben spielt sich zwischen dem Schiffbau-Geschäft und seinem schönen Haus am Meer mit Frau und Tochter ab. Als er eines Tages auf hoher See in ein merkwürdiges Wetterphänomen gerät, beginnt er unaufhaltsam zu schrumpfen, ohne dass die Ärzte es erklären könnten oder ein Gegenmittel hätten. Seine vertraute Umgebung verwandelt sich plötzlich in eine feindliche Welt, in der Begegnungen mit Katzen, Mausefallen und Spinnen zu einer Frage von Leben und Tod werden und er um sein Überleben kämpfen muss.
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Nein, bei „Der Mann, der immer kleiner wurde“ handelt es sich nicht um Frankreichs Antwort auf „Liebling, ich hab mich selbst geschrumpft“, sondern um das Remake eines berühmten und immer noch sehenswerten Jack-Arnold-Films („The Incredible Shrinking Man“ aus dem Jahr 1957, der wiederum auf Richard Mathesons Buch „The Shrinking Man“ (1956) basierte. Regisseur Jan Kounen wollte dem zeitlosen Sci-Fi-Stoff nun einen neuen, modernen Anstrich verpassen. Da ist ihm auch geglückt, die Effekte und die Kameraarbeit sind überaus gelungen. Die Bilder beeindrucken, sind aber nicht Selbstzweck. Gut, dass Kounen auch den Motiven und der Stimmung des Originals weitgehend treu geblieben ist. Abgesehen von der Atomkraft-Angst, die in den 1950ern dem Film zugrunde lag. Statt radioaktiver Strahlung ist hier ein nicht näher erklärtes Wetterphänomen die Ursache des ganzen Chaos – vielleicht der einzige Fallstrick des Films.
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