Channing Tatum als cleverer Einbrecher: In der Verbrecher-Komödie „Der Hochstapler: Roofman“ bringt die Liebe für den über die Dächer der Stadt turnenden Langfinger alles aus dem Gleichgewicht. Der Streifen liegt nun fürs Heimkino vor.
Der einstige Army Ranger Jeffrey Manchester (Channing Tatum) schlägt nach seiner Entlassung eine kriminelle Karriere ein und beginnt, Fastfood-Restaurants auszurauben, um finanziell über die Runden zu kommen und seine Familie zu ernähren. Bei seinen Raubzügen verschafft er sich Zugang über die Dächer, was ihm bald den Spitznamen „Roofman“ einbringt. Nach einer langen Erfolgsserie mit über 40 Einbrüchen wird er schließlich festgenommen und landet im Gefängnis. Dort tüftelt er prompt an einem Plan zu fliehen. Die Flucht glückt und er findet ein mehr als ungewöhnliches Versteck: ein Spielzeug-Geschäft. Während er gemeinsam mit seinem guten Freund Steve (LaKeith Stanfield) daran arbeitet, das Land so schnell wie möglich zu verlassen, verliebt er sich unverhofft in die alleinerziehende Leigh (Kirsten Dunst). Ein Spiel auf Zeit beginnt, während seine Vergangenheit droht, ihn einzuholen …
anzeige
Auch hier gilt: Die besten Geschichten schreibt das Leben. Jeffrey Manchester hatte Ende der 1990er Jahre McDonald’s-Filialen ausgeraubt. Mittlerweile sitzt der 54-Jährige ein, hat mehrere Fluchtversuche hinter sich – und darf 2036 auf seine Entlassung aus dem Gefängnis hoffen. In „Der Hochstapler“ schlüpft Channing Tatum in die Rolle von Jeffrey Manchester, macht das auch durchaus solide, legt die Rolle trotz des kriminellen Hintergrunds eher sympathisch an. Regisseur Derek Cianfrance nähert sich der Story mit Verständnis, erzählt sie mit viel Herz und Humor, aber auch einer gehörigen Portion Melancholie. Nach überzeugendem Start verliert der Film leider zwischenzeitlich etwas an Fahrt. Die Längen drücken das Gesamt-Rating etwas.
anzeige



