Wim Wenders: Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes

Wim Wenders: Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes (foto: Universal Pictures Germany)

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Ganz nah dran am Oberhaupt der katholischen Kirche: Der legendäre Filmemacher Wim Wenders hat den Papst filmisch porträtiert. Der Dokumentarfilm “Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes” liegt nun fürs Heimkino vor.

Keine Frage: Papst Franziskus ist bei seinen Schäfchen so populär wie kaum ein anderer Papst vor ihm. Ein kirchlicher Popstar, wenn man so will. Und einer, der sich natürlich auch zu inszenieren weiß. 2013, so will es die Legende, habe der Vatikan beim deutschen Filmemacher Wim Wenders angefragt, ob dieser sich vorstellen könne, den Papst filmisch zu porträtieren. Konnte er, schließlich hatte der Gute ja auch schon jede Menge Erfahrung im Doku-Bereich. Remember “Buena Vista Social Club”?

2016 haben die Dreharbeiten dann schließlich begonnen, nachdem sich Wenders rund zwei Jahre lang in das Thema reingekniet und fleißig recherchiert hat. Herausgekommen ist letztlich ein langes, über mehrere Jahre und an verschiedenen Locations gedrehtes Interview, das den Papst als politischen Menschen zeichnet. Garniert wird das Gespräch mit vielen Archivaufnahmen aus dem großen Fundus des Vatikans – von öffentlichen Auftritten (etwa in Flüchtlingslagern), Treffen mit Politikern und anderen wichtigen Persönlichkeiten oder Journalisten. Dazu wird mit Hilfe mehrerer Schwarz-Weiß-Szenen ein Querverweis zu Franz von Assisi gezogen, der als Vorbild des Papst gilt. Alles ganz nett, nur: Kritik an Papst Franziskus wird in dem Streifen nicht geäußert – Distanz, eine unvoreingenommene Einordnung fehlt hier leider völlig. So wird eine Doku dann letztlich mehr zum Image-Filmchen.

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Fazit: Eindimensional.

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