Tsotsi

Tsotsi (foto: studiocanal)

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8 Studiocanal
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2006 gewann “Tsotsi” mit Recht den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Nun liegt Gavin Hoods eindrucksvolles Drama wieder fürs Heimkino vor. 

Ein Ghetto, am Rande der südafrikanischen Metropole Johannesburg. Hier schlägt sich der 19-jährige Tsotsi durch. Im wahrsten Sinne des Wortes. Er verdient seinen Lebensunterhalt vor allem durch Diebstahl und Gewalt. Tsotsi ist der Anführer einer Gangsterbande und als solcher ob seiner Brutalität gefürchtet. Eines Abends stiehlt er in einem reichen Teil der Stadt einen Wagen, schießt die Besitzerin nieder und türmt mit dem Fahrzeug. Was er zu spät bemerkt: Auf dem Rücksitz des Autos liegt ein Baby. Tsotsi ist von den Socken. Im ersten Moment will er das schreiende Kind einfach allein zurück lassen, doch etwas in ihm sträubt sich dann doch dagegen. Also steckt er es in eine Papiertüte und nimmt es mit in seine Welt …

Keine Frage: Gavin Hoods “Tsotsi” ist kein wahnsinnig komplexer Film. Er besticht aber gleich in vielerlei Hinsicht. Da ist zum einen natürlich die unverbrauchte Location, der Zuschauer erhält hier einen atemberaubenden, authentischen Einblick in die düstere Welt des Johannesburger Ghettos. Und dann ist da natürlich noch eine gute Story und vor allem die eindrucksvolle Performance des Hauptdarstellers Presley Chweneyagae. Dieser gibt den gleichermaßen gefürchteten und bewunderten Gangsta, der plötzlich seinen weichen Kern entdeckt, äußerst überzeugend. Der Score, der vor allem aus dem Kwaito, der Musik des Johannesburger Ghettos, besteht, trägt seinen Teil zu der stimmigen Atmosphäre des Films bei.

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Fazit: Spektakulär.

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