Tideland

Tideland (foto: studiocanal)

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Wie eine bizarre Version von “Alice im Wunderland”: Das britisch-kanadische Drama “Tideland” (2005) liegt in restaurierter Form wieder fürs Heimkino vor.

Nach dem Drogentod der Mutter reist die zehnjährige Jeliza-Rose (Jodelle Ferland) mit ihrem Vater Noah (Jeff Bridges), einem heroinabhängigen Rockmusiker, in die texanische Prärie, dem Ort seiner Kindheit. Während Jeliza-Rose die Umgebung zu erforschen beginnt, nimmt auch der Vater Abschied von seinem irdischen Dasein. Auf sich allein gestellt, zieht sich das Mädchen in eine düstere Fantasiewelt zurück, in der sie neue Freunde findet. Bis sie in der realen Welt auf den geistig behinderten Dickens trifft, der das Waisenkind unter seine Fittiche nimmt …

Geht ganz schön unter die Haut: Regisseur Terry Gilliam hat mit “Tideland” ein wunderbares, visuell beeindruckendes Drama vorgelegt, das eine wichtige Botschaft vermittelt. Der Streifen, der auf dem gleichnamigen Roman-Bestseller von Mitch Cullin basiert, besticht dabei nicht nur durch seine Bilder, sondern auch durch eine hervorragend spielende Jodelle Ferland. Der radikale und provokante Kniff, den teils alptraumhaften Film ausschließlich aus der Perspektive der Protagonistin zu erzählen, macht das Ganze für den an das typische Hollywoodformat gewohnten Zuschauer etwas sperrig, das groteske Projekt insgesamt aber zum Avantgarde-Kunstwerk.

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Fazit: Bewegend.

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