The Wave Pictures - Brushes With Happiness (foto: moshi moshi)

The Wave Pictures – Brushes With Happiness

Unheimlich produktiv: The Wave Pictures sind momentan auf dem Trip, mehrere Alben pro Jahr zu veröffentlichen. Zwei sollen es in diesem Jahr sein. Das erste liegt nun mit dem traurigen „Brushes With Happiness“ vor, das zweite, deutlich optimistischere „Look Inside Your Heart“ soll im Oktober auf den Markt kommen. Laut Label reagiert die Band mit dieser Veröffentlichungspolitik auf eine Forderung ihrer Fans.

Auf „Brushes With Happiness“ präsentiert sich das Trio, bestehend aus Jonny Helm (Schlagzeug), Dave Tattersall (Gitarre & Gesang) und Franic Rozycki (Bass), nun also erstmal von seiner eher melancholischen, nachdenklichen Seite.  mit dem schnelleren Party-Album ‚Look Inside Your Heart‘ an. Das Album ähnelt in seiner Tonalität etwas dem akustischen „A Season In Hull“ aus dem Jahr 2016. Beide Platten wurden auch in einer einzigen Nacht im Januar live eingespielt.

Interessant: Band-Songschreiber Tattersall schrieb vor den Sessions nur Texte, keine Musik. Die entstand während der Sessions mehr oder weniger spontan. Tattersall: „Die Texte wurden im Voraus geschrieben, aber die Musik war Improvisation, die in einer einzigen Nacht entstand. Man merkt, wie gut wir aufeinander abgestimmt sind nach 10 Jahren gemeinsamen Auftritten in Bars.“ Die Aufnahmen seien dann allesamt One Takes gewesen und größtenteils Material, das Jonny und Franic nie zuvor gehört und Dave nicht gespielt hatte. Nichts davon existierte in irgendeiner Form bevor es aufgezeichnet wurde. Die Band war nach eigenen Angaben dabei bekifft und betrunken: „Wir wollten jegliches Selbstbewusstsein gemeinsam loswerden“, sagt Dave.

Dafür ist das Ganze aber überraschend rund geworden. Dass die Band aber so viel Spaß bei den Sessions hatte, hört man den in Moll gehaltenen Songs nur bedingt an. Mit „The Red Suitcase“, das von der Einsamkeit erzählt, die man in Hotelzimmern empfindet, geht es schon traurig los. Offenbar von Django Reinhardt inspiriert. Auch das folgende „Rise Up“ ist stimmungstechnisch eher ein Song zum Daniederliegen. Das bluesige „Jim“ mit seinem netten Harmonica-Part erzählt dann die Story eines verfluchten Mannes. Auch „Laces“ ist eher im Blues zu verorten.

Übrigens: Die Doppelbedeutung des Albumtitels ist ein Hinweis auf Jonny Helms eigenwillige Art, mit Schlagzeug-Besen zu spielen. Dave: „Die Art, wie er das macht, scheint eher aus der Natur zu kommen, so wie Wellen, die sich auf Felsen brechen, als aus einem Lehrbuch für Schlagzeug.“

Anzeige

Fazit: Geht unter die Haut.

Anspieltipps: The Red Suitcase, Rise Up, Jim, Crow Jane

Zeen is a next generation WordPress theme. It’s powerful, beautifully designed and comes with everything you need to engage your visitors and increase conversions.

Weitere Beiträge
Gosford Park