The Sea of Trees

Sea Of Trees (foto: ascot)

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7 Ascot Elite
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Was Matthew McConaughey in den vergangenen Jahren angefasst hat, wurde meistens zu Gold: Umso überraschender war es, welch harsche Kritik das Selbstmörder-Drama “The Sea Of Trees” einstecken musste, in dem der gute Matt die Hauptrolle spielt. In Cannes wurde der Streifen, der jetzt fürs Heimkino vorliegt, sogar ausgepfiffen. Ein Schicksal, das er nicht verdient hat.

Wo ist der perfekte Ort zum Sterben? Arthur Brennan (Matthew McConaughey) hat ihn gefunden. Der Intellektuelle reist eigens nach Japan, um dort im berüchtigten Selbstmörderwald Aokigahara seinem Leben ein Ende zu setzen. Zu sehr knabbert er am tragischen Tod seiner Frau (Naomi Watts), um weiterleben zu wollen. Doch gerade als er dort den perfekten Baum gefunden hat, um friedlich aus dem Leben zu scheiden, taumelt ein hilfloser, blutender Mann (Ken Watanabe) in die Szene. Der Mann, der sich Takumi Nakamura nennt, hat es sich anders überlegt, will nicht mehr sterben und möchte so schnell es geht raus aus dem Wald. Dummerweise hat er sich aber verirrt und ist mit den Kräften am Ende. Arthur kann ihn einfach nicht sich selbst überlassen. Doch es scheint, als wollte der riesige, dichte Wald die beiden Todeskandidaten nicht mehr freigeben …

Ja, es gibt ihn wirklich, diesen mysteriösen Selbstmörderwald am Fuße des Mount Fuji. Jahr für Jahr versuchen Hunderte von Menschen, sich in dem Waldmeer das Leben zu nehmen. Ein tragischer Fakt, aber auch eine spannende Prämisse für ein Drama. Gus Van Sants “The Sea Of Trees” macht auch sehr viel richtig. Man nimmt Arthur seinen Schmerz zu jeder Sekunde ab (McConaughey liefert hier eine prima Vorstellung) – und man fiebert mit den beiden Todeskandidaten nach einer Weile (der Film lässt sich etwas Zeit, um ins Rollen zu kommen) auch wirklich mit. Auch der Twist am Ende der Story ist – wenn auch etwas vorhersehbar – gelungen. Den einzigen, wenn auch eklatanten Fehler begeht der Film bei Joans Todesszene. Die wirkt arg dick aufgetragen und raubt dem Streifen unnötig Glaubwürdigkeit.

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Fazit: Berührende Geschichte, die hier und da zwar Schwächen aufweist, die harsche Kritik aber auch nicht verdient hat.

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