The Joy Formidable - AARTH (foto: hassle records/rough trade)

The Joy Formidable – AAARTH

Das Waliser Rock-Trio The Joy Formidable widmet sich auf seinem vierten Album „AAARTH“ wieder aggressiver Gitarrenmusik.

Das Dreiergespann, das mittlerweile im Südwesten der USA lebt, hat derzeit alle Hände voll zu tun. Nach einem langen, aber ergiebigen Festivalsommer mit Auftritten auf den Meltdown, Reading und Leeds Festivals, waren The Joy Formidable gerade als Support von den Foo Fighters in den Vereinigten Staaten unterwegs. Dort stellten sie ihr neues Album vor. Sah ja mal eine Zeit lang nicht so knorke um die Gruppe aus: Sie verabschiedete sich von ihrem Label Atlantic Records, und die Liebesbeziehung zwischen Sängerin Ritzy Bryan und Bandmitglied Rhydian Dafydd (Bass) ging ebenfalls in die Brüche.

Für viele andere Musikgruppen hätte so viel Zinnober das Aus bedeuten können, The Joy Formidable hingegen nutzten das Ganze für eine kreative Neujustierung. Und fassten das Chaos irgendwie in Musik, erhoben es gar zum Thema ihres neuen Machwerks, das vor allem aus Indie-Rock, Shoegaze und etwas Grunge besteht. Konsequent bedächtige Töne schlägt die Band nur in der Piano-Ballade „Absence“ an. Der Track „All in All“ führt da mit seinem ausgedehnten Glockenspiel zu Beginn und dem hingehauchten Gesang erst auf eine falsche Fährte, die Nummer baut sich zum Schluss nochmal richtig auf.

Zu den Glanzlichtern der Platte gehört aber sicherlich auch die vorab veröffentlichte, geradezu poppige Single „The Better Me“, ein bittersüßer Song über Selbstakzeptanz. „Es geht darum, mit seinen Fehlern klarzukommen und zu verstehen, dass wir alle das große Ganze ausmachen und jeder auf seine ganz unterschiedliche Art und Weise etwas anbieten kann“, so Frontfrau Ritzy Bryan.

Keine Frage: In den Mainstream-Bereich wird dieses Album The Joy Formidable nicht katapultieren, auch wenn sie hier und da immer noch mit dem großen Scheinwerferlicht liebäugeln. Auch zehn Jahre nach ihrer Gründung wird die Gruppe wohl weiter ein Geheimtipp bleiben. Ist aber auch nicht weiter schlimm. Sie ist als solcher gut aufgehoben – und kann einfach weiter ihr Ding machen.

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Fazit: Hörenswert.

Anspieltipps: The Better Me, All in All, Absence

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