The Doors (foto: studiocanal)

The Doors

Erscheinungsdatum
Juli 25, 2019
Verleih
Arthaus
Unsere Wertung
7
7
Sehenswert.

Ein umstrittener Klassiker der Musikfilm-Geschichte. Erstmals liegt Oliver Stones Kult-Streifen „The Doors“ (1991) in 4K-restaurierter Fassung vor – und dann auch noch als Final Cut.

An Oliver Stones „The Doors“ schieden sich ja schon immer die Geister. Und das liegt vor allem an der Art und Weise, wie Frontmann Jim Morrison hier gezeichnet wurde. Stone porträtierte den guten Jim nämlich nicht nur als absolute Ikone der sechziger Jahre, sondern scheute sich auch nicht davor, dessen düstere und wilde Seiten zu beleuchten. Der Alkohol, die Drogen, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod – all das lässt Stone in den Film einfließen. Es ist der Film sozusagen. Klar, dass das jenen, die Morrison nahe standen, nicht unbedingt gefiel.

Stone zeichnet die Geschichte der Doors von Anfang bis Ende nach. Er zeigt, wie die beiden Studenten Jim Morrison (Val Kilmer) und Ray Manzarek (Kyle MacLachlan) die Band im Jahr 1965 am Strand von Venice ins Leben rufen. Die ersten provokanten, ja, skandalträchtigen Auftritte. Den Durchbruch im Summer of Love. Aber eben auch, wie exzessiv Morrison seinerzeit lebte. Harte Drogen, viel Alkohol und immer wieder neue Groupies. Unter diesem Lifestyle leidet mit der Zeit auch die Musik der Doors. Nach einem Konzert in Florida 1969 verläßt Morrison die Gruppe. Er ist völlig ausgebrannt und will in Paris „auf den Spuren Baudelaires wandeln“. Im Juli 1971 findet man Jim Morrison in seinem Hotel tot auf. Er wurde nur 27 Jahre alt. Der Trip ist zu Ende.

Man kann nun also darüber streiten, ob Stone Jim Morrison zu einseitig gezeichnet hat. Ob die eine oder andere Dramatisierung realer Ereignisse und das Hinzufügen komplett fiktiver Momente nötig gewesen ist. Letztlich ist es natürlich ein Spielfilm und keine Dokumentation. Unbestritten ist aber, dass Val Kilmer hier eine grandiose Performance abgegeben hat, zweifellos eine der besten seiner Karriere. Er haucht Morrison zumindest für zwei Stunden neues Leben ein.

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