The 1975 – A Brief Inquiry Into Online Relationships

The 1975 - A Brief Inquiry Into Online Relationships (foto: polydor/universal music)

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8 Polydor / Universal Music
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Rock-Musik? Da werden die meisten sagen: Ist irgendwie auserzählt. Mausetot. Ein Blick in die Charts würde diese Annahme stützen. Umstände, die die Briten von The 1975 so gar nicht interessieren. Mit ihrem neuen Album “A Brief Inquiry Into Online Relationships” zeigt die Gruppe, dass Rock auch im Jahr 2018 noch frisch klingen kann.

Das Selbstvertrauen ist ja auch berechtigterweise da. Mit ihrem 2016er-Album “I Like It When You Sleep, For You Are So Beautiful Yet So Unaware Of It” bewies die Kapelle, dass man auch im neuen Jahrtausend durchaus noch Charterfolge mit Rockmucke erzielen kann. Das Ding landete auf Platz eins der amerikanischen, kanadischen, australischen, britischen und neuseeländischen Charts. Und auch ihr selbstbetiteltes Debüt hatte zuvor zumindest in der Heimat die Chartspitze erklommen. Bis heute haben The 1975 mehr als 4,3 Millionen Alben verkauft.

Nun liegt also mit “A Brief Inquiry Into Online Relationships” der neueste Wurf der Band aus Manchester vor. Und es ist in der Tat ein großer Wurf geworden. Die Songs sind clever geschrieben, mal ernst, mal leichtfüßig, hier und da sogar sozialkritisch. Und musikalisch ist das Ganze wirklich abwechslungsreich. “Give Yourself A Try” etwa besticht durch seine Punk-Rock-Gitarren, der Song ist auch eine Verneigung vor Joy Divisions “Disorder”. Auf der ziemlich eingängigen Pop-Nummer “TOOTIMETOOTIMETOOTIME” gibt Matt Healy den Fremdgänger. Und auch auf dem leicht jazzigen “Sincerity Is Scary” zeigt er sich von der unsympathischen Seite – wiederum bewusst. Stark sind auch das vom 80er-Jahre-Sophistipop inspirierte, aber dennoch rockige “Love It If We Made It” und der akustische Anti-Love-Song “Be My Mistake”. Keine Frage: Da ist einiges fürs Radio (und auch fürs Stadion) dabei, der Alternative-Hörer wird wohl aber dennoch nicht verschreckt werden.

Über das neue Album sagt Frontmann Matthew Healy im “NME”-Interview: “Our first three albums are the story of a person; it’s always kind of been my story. It spanned adolescence to maturity, success and trying to mediate the two, and the third one is where we are now.”

“I haven’t really decided the statement of where we are now yet. It’s sort of difficult to understand the present”, gesteht Healy und fügt hinzu: “I wasn’t [in a good headspace] in the last one and I wasn’t in the one before it. My creative pursuit doesn’t elicit much happiness because a lot of the time it’s about the darker side of me. That’s the way it should be, if you’re really challenging yourself. But yeah, it’s f**king torture.”

Übrigens. Für 2019 stehen bereits Auftritte der Band in Deutschland fest. So werden The 1975 bei “Rock am Ring” und “Rock im Park” auf der Bühne stehen.

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Fazit: Bemerkenswert.

Anspieltipps: Sincerity Is Scary, Love It If We Made It, Give Yourself A Try, Be My Mistake

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