Summer Of 84

Summer of 84 (foto: pandastorm pictures)

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Die 80er-Retro-Welle geht weiter: Der kanadische Horrorfilm “Summer of 84” versucht, den Geist dieses Jahrzehnts wieder aufleben zu lassen. Er liegt jetzt fürs Heimkino vor.

Der Sommer des Jahres 1984 ist ein blutiger. Zumindest in Cape May im US-Bundesstaat Oregon. Das Örtchen am Meer wird von einem Serienkiller heimgesucht: dem Cape May Slayer. Der hat schon eine Dekade davor in der kleinen Stadt gewütet und zeichnete für das Verschwinden von 13 Jungen verantwortlich. Der 15-Jährige Davey Armstrong (Graham Verchere) verdächtigt seinen Nachbarn Wayne Mackey (Rich Sommer), der berüchtigte Killer zu sein. Zu allem Überfluss ist der aber ein recht beliebter Polizist. Und so glauben auch Daveys Kumpels Dale (Caleb Emery), Curtis (Cory Grüter-Andrew) und Tommy (Judah Lewis) zunächst nicht an die scheinbar krude Theorie ihres Freundes. Bis sie eines Besseren belehrt werden …

Die Achtziger sind wieder schwer im Kommen – und das wohl auch dank “It” oder Serien wie “Stranger Things”. Auch “Summer of 84” atmet hier und da den Geist dieser erfolgreichen Netflix-Reihe, gerade in Sachen Ästhetik und Optik (und auch in Sachen Marketing, liegt die Heimkino-Ausgabe doch nun in schickem VHS-Design vor). Auch die “Goonies” oder “Stand By Me” dürften die “Summer of 84”-Macher hier im Kopf gehabt haben. Leider plätschert der Streifen lange erst unmotiviert vor sich hin, man ergötzt sich lange vor allem an der 80s-Visualität, ehe das Geschehen endlich mal ins Rollen kommt und Spannung aufgebaut wird. Die Charaktere werden nur mittelprächtig gezeichnet, auch die Horror-Elemente kommen hier doch etwas kurz. Der Streifen ist maximal hier und da etwas unheimlich. Nein, ein Meisterwerk ist “Summer of 84” nicht. Entschädigt wird man dafür mit einem sehenswerten Finale.

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Fazit: Okay.

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