Stark – The Dark Half

Stark (foto: koch media)

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7 Koch Media
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20 Jahre lang stand die Verfilmung von Stephen Kings “The Dark Half” auf dem Index. 2017 wurde die Indizierung aufgehoben, und nun liegt der Streifen endlich fürs Heimkino vor: auf DVD, Blu-Ray sowie als hochwertige Collector’s Edition in der ungeschnittenen Fassung.

Thad Beaumont (Timothy Hutton, vor allem bekannt aus der Serie “Leverage”) ist ein renommierter Schriftsteller. Ein Kritikerliebling. Allerdings nicht wahnsinnig erfolgreich mit seinen Romanen, zumindest kommerziell gesehen. Das große Geld verdient er daher mit reißerischer Horror-Lektüre. Die verfasst er unter dem Pseudonym George Stark, damit sein guter Name durch den “Schund” nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Sein literarisches Doppelleben droht ein plötzliches Ende zu nehmen, als plötzlich ein Erpresser auftaucht, der Thads geheime zweite Identität enttarnen könnte. Aus der Not heraus beschließt Thad, dem Erpresser zuvorzukommen und sein Alter Ego selber zu enthüllen. George Stark wird dabei im Rahmen einer Enthüllungsstory symbolisch zu Grabe getragen. Doch Stark scheint nicht einfach so sterben zu wollen – im Gegenteil, er nimmt körperliche Gestalt an und entsteigt seinem Grab. Kurz darauf geschehen in Thads Umfeld einige Morde, die auf ihn als Täter hindeuten …

Stephen King veröffentlichte die gleichnamige literarische Vorlage im Jahr 1989 als drittes Buch seines berühmten Castle-Rock-Zyklus. In diesem autobiografisch geprägten Werk thematisierte er die Enthüllung seines eigenen Pseudonyms Richard Bachman, das er zwischen 1977 und 1985 nutzte. King versuchte sich als Bachman allerdings nicht in einem fremden Genre, sondern ebenfalls in der Horror-Literatur. Er wollte einfach schauen, ob sich seine Bücher nur aufgrund seines Namens oder wegen ihrer Qualität verkaufen, wie er später zu Protokoll gab. “The Dark Half” wurde 1990 durch George A. Romero verfilmt und fand drei Jahre später den Weg in die Kinos. Viele Filme, die auf King-Büchern basieren, kranken daran, nicht an die literarische Vorlage heranzureichen. “The Dark Half” gehört aber in der Tat zu den besseren Adaptionen. Das lag zum einen an der überzeugenden Performance von Timothy Hutton, dem es gelang, sich von seinem Nice-Guy-Image zu lösen, aber zum anderen auch an den guten, zumeist handgemachten Spezialeffekten, die bei den doch sehr drastischen Szenen zum Einsatz kommen. Und klar, natürlich an der wirklich unheimlichen Vorlage …

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Fazit: Sehenswert.

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