Slender Man

Slender Man (foto: sony pictures home entertainment)

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3 Sony Pictures Home Entertainment
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Schade: Der erste Spielfilm, der der kultigen Internet-Horror-Figur Slender Man gewidmet wird, kommt nicht über das Niveau einer trashigen Low-Budget-Produktion hinaus. Der Streifen liegt nun fürs Heimkino vor.

Die Story des Supernatural/Horror-Zwitters ist schnell erzählt: In einer kleinen Stadt in Massachusetts führt eine Gruppe von Freunden – Cloe (Jaz Sinclair), Katie (Annalise Basso), Wren (Joey King) und Hallie (Julia Goldani Telles) ein Ritual durch, um den Mythos um den sagenumwobenen Slender Man (Javier Botet) zu widerlegen. Als Katie eine Woche später auf mysteriöse Art und Weise verschwindet, ahnen die Freundinnen langsam aber sicher, dass an der Slender-Man-Geschichte doch mehr dran ist, als ihnen lieb ist.

Too early? Man hatte ja viele Jahre auf einen Horrorfilm mit dem Slender Man gewartet. Jener fiktiven Figur, die von dem Something-Awful-Forumsuser Eric Knudsen im Jahr 2009 für einen Internet-Fotowettbewerb erfunden wurde und sich seither zu einem Internet-Kult entwickelt hat. Das Ding ist seither in unzähligen Videospielen, Bildern, Videos und Songs aufgetaucht. Wie so viele andere Horrorfiguren vor ihm, geriet aber auch der Slender Man in die Kritik, als Vorlage für ein Gewaltverbrechen gedient zu haben. Eine Zwölfjährige wurde 2014 in Wisconsin von zwei gleichaltrigen Bekannten in einem Wald mit 19 Messerstichen schwer verletzt. Diese wollten mit der Bluttat angeblich den Slender Man beeindrucken. Vor diesem Hintergrund mutet der nun vorliegende Film dann doch irgendwie too soon an.

Blendet man die realen Ereignisse aus, bleibt überdies ein ziemlich bescheidener Film übrig, der klischeeüberladen nicht nur Schema F fährt, sondern dieses auch mehr schlecht als recht umsetzt. Plot, Acting, Writing, Charakterzeichnung, Effekte, selbst Jumpscares – da stimmt so gut wie nichts.

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Fazit: Bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück.

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