Sicario 2

Sicario 2 (foto: studiocanal)

5

5 Studiocanal
5

Es herrscht Krieg – und diesmal herrschen keine Regeln. Und so geht der Action-Thriller “Sicario” in die nächste Runde: “Sicario 2” liegt nun fürs Heimkino vor.

Der Drogenkrieg zwischen den USA und Mexiko ist eskaliert. Mexiko schleust Terroristen in die USA ein, in einem Supermarkt gibt es einen Anschlag. Amerika will zum Gegenschlag ausholen und einen Krieg zwischen den verfeindeten Drogen-Kartellen vom Zaun brechen. Mit der Mission werden CIA-Agent Matt Graver (Josh Brolin) und Auftragsmörder Alejandro (Benicio Del Toro) betraut. Die Dinge eskalieren, als in verdeckter Mission die Tochter des Kartellbosses und Terroristenschleusers Carlos Reyes entführt werden soll. Mit dem hat Alejandro jedoch noch eine ganz andere Rechnung offen …

Keine Frage: “Sicario 2” kommt deutlich härter daher als sein Vorgänger. Der neue Regisseur Stefano Sollima (“Gomorrha”), der Denis Villeneuve ersetzt hat, macht da keine Gefangenen. Geht schon teilweise sehr deftig und drastisch zu – der Streifen ist wahrlich nichts für schwache Gemüter. Die Brutalität hätte man durchaus etwas zurückfahren können, es hätte dem Film gutgetan. Der Film ist natürlich aktuell, der Drogenkrieg zwischen den USA und Mexiko real. Und vielleicht stößt es deshalb gerade so sauer auf, wie der Film die Konfliktlinien zeichnet. Die Formel ist einfach. Mexikaner = böse. Ist schon fast Trump-Propaganda, die hier betrieben wird. Werbung für dessen Grenzschutz-Fantasien beziehungsweise dafür, sogar noch einen Schritt weiter zu gehen. Ohne jede Zurückhaltung, ohne den Versuch einer moralischen beziehungsweise ethischen Einordnung des Ganzen. Schade.

Emily Blunt ist in diesem Action-Reißer nicht mit von der Partie, dafür ist diesmal Newcomerin Isabela Moner am Start. Aus dem ersten Teil sind aber noch Oscar-Preisträger Benicio Del Toro (“Traffic”) und der Oscar-Nominierte Josh Brolin (“No Country for Old Men”) übrig. Die beiden liefern eine ziemlich überzeugende Vorstellung ab, was den Film aber trotzdem nicht mehr retten kann.

Anzeige

Fazit: Nichts für schwache Nerven – und politisch differenziert denkende Menschen.

More from Benjamin Fiege

Tears For Fears – Rule The World

Im Sommer 2018 wollen Tears For Fears ihr achtes Studioalbum veröffentlichen. Um...
Read More

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

I agree