Shock & Awe: Krieg der Lügen

Shock & Awe (foto: eurovideo)

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Nach einer auf wahren Geschichte: In “Shock & Awe” enttarnen Woody Harrelson und James Marsden den Machtmissbrauch, der die USA in den längsten und teuersten Krieg ihrer Geschichte geführt hat. Der Streifen liegt nun fürs Heimkino vor.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 behauptet die Regierung um Präsident George W. Bush, der Irak besäße Massenvernichtungswaffen, deren Einsatz um jeden Preis verhindert werden müsse. Bush legitimiert damit den Einmarsch der USA 2003 in den Irak, um Saddam Hussein als Machthaber abzusetzten. Während der Großteil der Washingtoner Presse die Worte des Präsidenten für bare Münze nimmt, graben Jonathan Landay (Woody Harrelson) und Warren Strobel (James Marsden) tiefer. Sie jagen jeder Spur nach und nutzen anonyme Regierungsquellen, um aufzudecken, dass die Gründe des Präsidenten, in den Krieg zu ziehen, auf Lügen und falschen Informationen beruhen. Doch schon bald erfahren die beiden Reporter, dass das Enthüllen der Wahrheit nicht heißt, dass die Menschen sie auch hören wollen und die Stimmen des Krieges jeden Widerspruch übertönen.

Rob Reiner lässt mal wieder von sich hören. Der Regisseur hat vielleicht nicht die längste Filmografie zu bieten, dafür aber eine ziemlich eindrucksvolle: “This Is Spinal Tap”, “Stand By Me”, “Harry und Sally”, “Eine Frage der Ehre”, “Misery” – das kann sich doch durchaus sehen lassen. Nun nahm sich der Gute also der wahren Geschichte der beiden preisgekrönten Journalisten Warren Strobel und Jonathan Landay an. Von den US-Kritikern wurde der Film fast schon reflexartig zerrissen. Man möchte meinen, da spielt vor allem die politische Haltung der Autoren die Hauptrolle. Denn so mies, wie getan wird, ist der Film nicht. Sicher, er ist kein Meisterwerk, kommt etwas langsam in Schwung und greift hier und da auch vielleicht zu sehr auf genretypische Werkzeuge zurück. Aber die Story wird letztlich ebenso unterhaltsam wie akkurat erzählt. Die gut aufgelegte Schauspieler-Crew trägt ihren Teil zum Gelingen dieses Dramas bei.

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Fazit: Geht in Ordnung.

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