Saintseneca – Pillar of Na

Saintseneca - Pillar of Na (foto: anti-records)

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Auf Saintsenecas viertem Studioalbum “Pillar Of Na” geht es diesmal vornehmlich um das Thema Erinnerungen. Die neue Weird-Folk-Platte der in Ohio ansässigen Kapelle ist soeben via ANTI-Records erschienen.

Glaubt man dem Waschzettel zum neuen Album, dann hat sich Saintsenecas Zac Little in jüngster Zeit sehr eindringlich mit dem Thema Erinnerungen auseinandergesetzt. Dabei sei es gar nicht mal so sehr um seine eigenen gegangen. Vielmehr habe ihn das Konzept der Erinnerung als solches interessiert. Wie sie einen manchmal im Stich lässt. Wie so mancher auf Gedeih und Verderb an ihr hängt. Und wie sie hier und da wie aus dem Nichts aufploppt, obwohl man zuvor alles Menschenmögliche unternommen hat, um sie loszuwerden.

Das Sujet spiegelt sich auch im Titel des Albums wieder: Er ist eine Referenz an Lots ungehorsame Ehefrau aus dem biblischen Buch Genesis, die sich einer Anweisung der Engel widersetzt und zurück ins brennende Sodom schaut. Zur Strafe erstarrt sie zur Salzsäule. “Na” bezieht sich auf die chemische Bezeichnung von Natrium. Wie Lots Ehefrau wagt Little den (hier ganz und gar nicht verbotenen) Blick zurück.

Musikalisch ist die Platte im Folk, genauer im Weird-Folk, zu verorten. Dennoch ist sie einigermaßen poppig geraten. Sprich: Sie ist ganz eingängig. Singer-Songwriter und Multiinstrumentalist Little bringt es selbst am besten auf den Punkt: “Ich bin zurückgegangen, habe alte Folk-Melodien ausgegraben, sie mit Punk-Rock-Elementen verbunden und in die Zukunft gebracht. Dabei habe ich meinem Produzenten Mike Mogis gesagt: Die Platte soll so klingen, als würden Violet Femmes auf den neuen Blade Runner-Soundtrack treffen. Ich war auf der Suche nach dieser Kreuzung zwischen Kendrick Lamar und The Fairport Convention.”

Es ist ihm gelungen. Ein Glanzlicht ist dabei sicherlich die eingängige Power-Ballade “Frostbiter”, die auch vorab als Single veröffentlicht wurde. Aber auch die poppig vor sich hin rockende “Ladder To The Sun” macht Laune. Vor dem “Beast in the Garden” braucht man ebenfalls keine Angst zu haben. “Good Hand” bleibt ebenfalls haften.

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Fazit: Eine Saintseneca-Platte, die in Erinnerung bleiben wird.

Anspieltipps: Frostbiter, Ladder To The Sun, Beast in the Garden, Good Hand, 

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