Robben Ford – Purple House

Robben Ford - Purple House (foto: earmusic)

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Er gilt als einer der größten Gitarristen des 20. Jahrhunderts: Robben Ford. Der mittlerweile 66 Jahre alte Blues-, Jazz- und Rockvirtuose hat gerade mit “Purple House” ein neues Soloalbum vorgelegt. 

Die Liste der Namen, mit denen Ford im Laufe seiner fast 50-jährigen Karriere zusammengearbeitet hat, liest sich wie ein “Who is Who” der Musikindustrie: Miles Davis, George Harrison, Steely Dan, Joni Mitchell, Dizzy Gillespie, Georgie Fame und Kiss bauten beispielsweise schon auf die Dienste des Kaliforniers. Er selbst stand mit seinen Solowerken immer im Schatten jener, denen er zuarbeitete. Nun legt der Gute aber mal wieder ein neues, neun Tracks umfassendes Soloalbum vor. Die Produktion war laut Ford unkompliziert. “Mein Konzept für dieses Album war es, den Schwerpunkt noch stärker auf die Produktion zu legen, als ich es in der Vergangenheit getan habe”, sagt er. “Ich versuche immer, mich mit jedem einzelnen Album neuen Herausforderungen zu stellen. Ich habe nicht ein einziges Album aufgenommen, was so klingt, wie das Album davor. Bei diesem Album war es nicht anders. ‘Purple House’ war eine großartige Möglichkeit, etwas komplett anderes auszuprobieren.”

Der Mann hat nicht zu viel versprochen. Tatsächlich ist “Purple House” kein reines Blues-Album, sondern offenbart die beeindruckende Vielseitigkeit des Gitarristen. Der mitreissende Opener “Tangle With Ya” etwa flirtet heftig mit Gospel und Soul. Auf “Cotton Candy” entdeckt Ford den Funk, “Bound For Glory” atmet dann schon wieder den Geist der amerikanischen Westküste. Am stärksten ist Ford aber hier wohl auf der Ballade “Empty Handed”.

Übrigens: Auf “Purple House” greifen Ford auch einige Gast-Musiker unter die Arme, wie etwa die US-amerikanische Blues-Sängerin Shemekia Copeland, die gemeinsam mit Ford das halb-akustische Duett “Break In The Chain” singt. Travis McCready, der Sänger der Band Bishop Gun, übernimmt den Gesangspart bei “Somebody’s Fool” und Bishop-Guns-Gitarrist Drew Smithers glänzt zudem mit einem Gitarrensolo im letzten Song  des Albums – dem atmosphärischen, fast bowiesken “Willing To Wait”.

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Fazit: Hörenswert – wenn auch ein bisschen kurz geraten.

Anspieltipps: Empty Handed, Willing To Wait, Break The Chain, Tange With Ya

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