Miracle Mile (foto: alive)

Miracle Mile – Die Nacht der Entscheidung

Düsteres Endzeit-Szenario, das in Zeiten von Donald Trump und Kim Jong-un plötzlich wieder unheimlich aktuell erscheint: Der Achtziger-Jahre-Klassiker „Miracle Mile – Die Nacht der Entscheidung“ liegt nun fürs Heimkino vor. 

Für Harry (Anthony Edwards) läuft es scheinbar prächtig. Der junge Mann ist frisch verliebt und überzeugt, in Julie (Mare Winningham) die Frau fürs Leben gefunden zu haben. Und dann passiert ihm dieser Lapsus: Er verschläft und versetzt seine Holde versehentlich. Mit einem Strauß Blumen macht er sich mit mehreren Stunden Verspätung auf zu ihrem Arbeitsplatz, einem Diner, an dem er sie hätte abholen sollen. Doch Julie ist natürlich schon längst nach Hause gegangen. Als er vor dem Diner gerade mit der Welt hadert, klingelt in einer Telefonzelle das Telefon. Harry nimmt ab. „Es ist passiert!“, schreit ihm die Stimme eines Soldaten entgegen. Entsetzt berichtet dieser, dass ein Atomkrieg ausgebrochen sei und die Raketen Los Angeles in etwa einer Stunde auslöschen werden. Harry hält das Ganze erst für einen schlechten Scherz, wird dann aber doch panisch. Kann er Julie rechtzeitig finden, um mit ihr dem sicheren Tod zu entkommen? Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit …

Geradezu aus dem Häuschen war die Fernsehwelt seinerzeit ja, als in der Action-Serie „24“ mit Kiefer Sutherland die Handlung in Echtzeit erzählt wurde. Dabei war das Konzept zu dieser Zeit längst ein alter Hut. Hitchcock kannte das schon und auch „Miracle Mile“ griff 1988 auf diese Strategie zurück. Damals herrschte Kalter Krieg und die Welt hatte Angst vor einem Atomkrieg.  Genau mit dieser Sorge spielte Autor und Regisseur Steve De Jarnatt in diesem spannenden Thriller äußerst gekonnt. Die Gewissheit, das ein solches Szenario jederzeit eintreten könnte, macht den Film so spooky und lässt den einen oder anderen Zuschauer sicher verstört zurück. Edwards, auch bekannt aus „Emergency Room“, macht hier in der Hauptrolle einen fantastischen Job. Der grandiose, von Tangerine Dream eingespielte Soundtrack trägt sein Übriges zu der dystopischen Atmosphäre dieses unter die Haut gehenden Endzeit-Streifens bei.

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Fazit: Sehenswert.

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