Mein Name ist Somebody

Mein Name ist Somebody (foto: new ksm)

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Eine Verneigung vor dem eigenen Frühwerk: Terence Hill, mittlerweile auch schon 79 Jahre alt, liefert mit “Mein Name ist Somebody” eine filmische Referenz an seine früheren Arbeiten ab. Der ansonsten eher durchschnittliche Road-Movie liegt nun fürs Heimkino vor. 

„Easy Rider“ Thomas (Terence Hill) sucht als Aussteiger die Einsamkeit der Wüste. Auf demWeg dorthin rettet er eher zufällig die junge Lucia (Veronica Bitto) aus den Fängen zweier Verbrecher. Sie folgt ihm anschließend wie eine Klette, um nicht allein in der Wüste zurückzubleiben. Seinen Wunsch nach innerer Einkehr macht sie damit aber zunichte. Das ungleiche Duo gerät durch Lucias Temperament immer wieder in Schwierigkeiten, welche die beiden auf ihre Weise überwinden. So findet Thomas durch seine neue Begleiterin, für die er im Laufe der Zeit väterliche Gefühle entwickelt, zwar keine Einsamkeit, aber doch nachhaltige Inspiration für sein Leben …

Keine Frage: Die gemeinsamen Filme – insgesamt sind es 18 – von Bud Spencer und Terence Hill genießen Kultstatus. Der Haudrauf-Humor, die schräge Synchro – gerade in Deutschland war das italienische Duo, das sich die englischen Künstlernamen der besseren Vermarktung wegen zulegte – populär. Spencer ist nun schon seit zwei Jahren tot und Terence Hill baut dem gemeinsamen Werk nun mit “Mein Name ist Somebody” ein Denkmal. In seinem ersten Kinofilm seit fast 20 Jahren lässt es der Gute wie in alten Zeiten scheppern. Und auf eben diese alten Zeiten wird mal lause, mal leise, mal offensichtlich, mal subtil angespielt. Für Spencer/Hill-Fans sicher ein Fest, auch wenn hier und da die Grenze zum Kitsch überschritten wird. Auch der religiöse Subtext kann für den atheistisch geprägten Zuschauer schnell nervig werden. Und Charaktertiefe und komplexere Plots waren ohnehin nie die Stärke der Hill/Spencer-Filme. Damit fängt Hill – wenig überraschend – nun auch im Alter nicht an.

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Fazit: Für Fans.

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