John Wick (Gentleman’s Edition)

John Wick (foto: studiocanal)

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Die Spatzen pfeifen gerade das dritte Kapitel der “John Wick”-Saga von den Dächern, da kredenzt uns Studiocanal die ersten beiden Teile in einer besonders hübschen “Gentleman’s Edition” fürs Heimkino. Rechtzeitig zu Weihnachten. Wir haben uns den ersten Teil noch einmal angeschaut.

John Wick (Keanu Reeves) macht eine schwere Zeit durch. Der berüchtigte Ex-Hitman hat gerade seine Frau verloren, die nach einem langen Kampf mit einer nicht näher genannten Krankheit gestorben ist. Sie hinterlässt ihm einen kleinen süßen Hund – zur Trauerbewältigung. Als er am Tag nach ihrer Bestattung mit seinem Ford Mustang losfährt, um Futter zu besorgen, zieht er die Aufmerksamkeit von ein paar rücksichtslosen Gangstern auf sich. Diese überfallen Wick später in seinem Haus, schlagen ihn brutal zusammen, klauen seinen Wagen – und töten seinen Hund. Nicht ahnend, mit wem sie sich da gerade angelegt haben. Gangsterboss Viggo Tarasof (Michael Nyqvist) hingegen weiß es nur zu gut – er hat Wick seinerzeit lange als Auftragskiller beschäftigt. Und nun ist Wick hinter ihm und seinem Sohn, dem Hundemörder, her. Wick begibt sich auf einen  Rache-Feldzug. Doch längst hat Viggo die besten Killer der Stadt auf John angesetzt. Darunter auch Johns alten Freund Marcus (Willem Dafoe) …

Nein, wahnsinnig komplex ist “John Wick” sicherlich nicht. Was den Plot angeht, ist der Film sogar sehr unprätentiös. Ein einfaches Rache-Märchen, das auch gar nicht mehr sein will. Und trotz seiner Simplizität ist der Action-Reißer recht unterhaltsam geraten. Die Macher schaffen es, den Spannungsbogen von Anfang bis Ende zu spannen, liefern einige spektakuläre, stylisch choreografierte Kampfszenen und präsentieren mit John Wick einen Helden, in dessen Hauptmotiv man sich schnell einfühlen kann. Auch wenn einige Entscheidungen, die er so trifft  – etwa das überraschende Gnade walten lassen bei einer Killerin, die es es auf ihn abgesehen hat – etwas seltsam anmuten. Effektvoller wäre sicherlich auch gewesen, hätten die Gangster Wick einen lieben Menschen genommen und nicht ein Tier, das er gerade mal für einen Tag besaß. Das hätte diesen blutigen Rache-Feldzug um einiges glaubwürdiger wirken lassen, ihm wohl aber auch Vergleiche mit Filmen wie “Taken” eingehandelt.

Die nun vorliegende “Gentleman’s Edition” enthält neben “John Wick” und “John Wick: Chapter Two” auf Doppel-Blu-Ray auch John-Wick-Manschettenknöpfe, -Poster, -Krawatten, -Postkarten, -Buttons sowie eine Patronen-Eiswürfelform.

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Fazit: Gehobener Action-Durchschnitt.

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