Joco - Into The Deep (foto: sony music)

Joco – Into The Deep

Ostfrieslands Beitrag zur Popkultur? Lange Zeit fiel einem da vor allem Otto Waalkes ein. Die Geschwister Carl schicken sich an, das mittelfristig zu ändern: Joco haben mit „Into The Deep“ ihr zweites überaus gelungenes Album vorgelegt.

Familienbande: Josepha (Vocals, Drums) und Cosima Carl (Vocals, Piano, Gitarre), in Kiel geboren und an der ostfriesischen Küste groß geworden, singen miteinander, seit sie sprechen können. Sie studierten Musik in den Niederlanden, machten diverse Banderfahrungen, ehe sie in ihrem Duo ihre ultimative künstlerische Heimat fanden. 2015 erschien dann bei Sony Music ihr Debütalbum „Horizon“. Das Indie-Pop-Machwerk erhielt viele positive Kritiken, auch im Ausland, und Joco spielten fortan überall, wo man sie haben wollte. Und man wollte sie gefühlt überall haben.

Nun liegt mit „Into The Deep“ also der Nachfolger vor. Darauf zu hören: 13 Songs, die sie mit dem Produzenten und Grammy-Gewinner Steve Orchard (Paul McCartney, Coldplay, Björk) in den Abbey-Road-Studios sowie im RAK-Studio in London einspielten – wie schon beim Vorgänger. Never change a winning Herangehensweise, wie es so schön heißt. Und, klar, wieder lebt das Ganze von den starken, verträumten Melodien, wunderbaren Harmonien und tiefgründigen Texten. In letzteren – mal auf Deutsch, mal auf Englisch vorgetragen – geht es vor allem um den Blick hinter das Alltägliche, um Liebe, auch, und um Selbstachtung (wie etwa in der indie-poppigen ersten Single „Racquet“, beinahe ein emanzipatorisches Statement).

Ein Album, in das es sich leicht eintauchen lässt – und in dem man sich leicht mal einen Mittag lang verlieren kann.

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Fazit: Zwei Frauen, mit denen man rechnen muss.

Anspieltipps: Racquet, City Shore, Kopfkarrussel

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