I Feel Pretty

I Feel Pretty (foto: concorde home entertainment)

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5 Concorde Home Entertainment
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Ein Film über Bodyshaming und weibliche Unsicherheit, der nicht halten kann, was er verspricht: Die Komödie “I Feel Pretty” mit Amy Schumer liegt jetzt fürs Heimkino vor. 

Die unsichere Renee (Amy Schumer) hadert mit sich selbst. Sie ist unzufrieden mit ihrem Aussehen und blockiert von ihren Minderwertigkeitskomplexen. Renee lebt in einem kleinen Apartment und arbeitet in einem schmuddeligen Keller-Büro. Nach einem Sturz im Fitnessstudio ändert sich jedoch alles. Ihr größter Wunsch geht in Erfüllung: Sie sieht sich im Spiegel plötzlich wunderschön – auch wenn ihre Umgebung das nicht genau so wahrnimmt. Denn: Renees Aussehen hat sich eigentlich gar nicht verändert. Mit dem neuen Selbstvertrauen ergattert sie aber den langersehnten Job in einer erfolgreichen Kosmetikfirma und gewinnt dabei den Respekt ihrer Chefin Avery LeClaire (überzeugend hier: Michelle Williams). Ganz nebenbei erobert sie auch noch das Herz des schüchternen Ethan (Rory Scovel). Doch wie geht es weiter, wenn die anfängliche Wirkung verschwindet und sie sich in der Realität wiederfindet?

Keine Frage: Die Message, die der Film hier verkünden will, ist eigentlich eine gute: Jeder ist schön. Und: Glaub an dich. Dummerweise passen Weg und Ziel in dieser RomCom, die aus der Feder Schumers sowie der Autoren Abby Kohn und Marc Silverstein stammt, nicht wirklich zusammen. Das ist hier wirklich ärgerlich. In zu vielen Szenen wird die Grundidee des Films verwässert oder sogar ad absurdum geführt. Heftige Diskussionen sind auch um die Besetzung der Protagonistin mit der Komikerin Amy Schumer entbrannt. Ob diese nicht eigentlich zu hübsch sei, um ein vermeintlich hässliches Entlein zu spielen? Was das denn für einen Druck auf die amerikanische Durchschnittshausfrau ausübe, wenn Schumer jetzt schon nicht mehr den gesellschaftlichen Beauty-Ansprüchen entspreche. Außerdem wiegt schwer, dass der Charakter der Renee im Verlauf des Films von “flach und schablonenhaft” zu “unsympathisch” mutiert.

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Fazit: Viel gewollt, aber noch mehr Potenzial verschenkt.

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