Half Nelson

Half Nelson (foto: studiocanal)

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Die Rolle als drogenabhängiger Lehrer brachte Ryan Gosling 2006 eine Oscar-Nominierung ein. Jetzt lieg das Drama “Half Nelson” restauriert wieder fürs Heimkino vor. 

Dan Dunne ist Lehrer an einer Brooklyner High School und dort auch ziemlich beliebt. Zwar haben es seine Schüler, die zum Großteil aus katastrophalen Verhältnissen stammen, nicht einfach, doch Dunne begegnet ihnen mit Witz und Einfühlungsvermögen. Er macht ihnen Mut und versucht ihnen den richtigen Weg aufzuzeigen. Dabei ist er hinter der optimistischen Fassade selbst ein Wrack. Ein einsamer, gebrochener Mann, der sich allabendlich mit Kokain über die Enttäuschungen seines Lebens hinwegtröstet. Als ihn die 13-jährige Drey (Shareeka Epps) bei einem Crack-Trip auf der Toilette erwischt, verrät sie Dan zu seiner Überraschung nicht. Zwischen dem jungen Lehrer und seiner Schülerin entwickelt sich eine außergewöhnliche Freundschaft …

“Half Nelson” war seinerzeit das gelungene Regiedebüt von Ryan Fleck (“Mississippi Grind”, “Captain Marvel”) und trotz der Story erstaunlich unpathetisch und klischeefrei. Das Thema Sucht wird hier grandios und ungeschminkt aufgearbeitet. Da passt einfach alles: die Story, die Regie-Arbeit und die Performance der Schauspieler. Ryan Gosling und Shareeka Epps bringen hier eine unglaubliche Chemie auf die Leinwand. Der Soundtrack, für den Broken Social Science verantwortlich zeichneten, rundet diesen sehenswerten, nachdenklich machenden Independent-Film ab.

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Fazit: Einer der besten Gosling-Filme.

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