Grace & Frankie – Staffel 1

Grace & Frankie (foto: sony pictures entertainment)

8

8 Sony Pictures Entertainment
8

Zwei ältere, grundverschiedene Damen raufen sich zusammen, nachdem ihre Männer sich im hohen Alter als homosexuell outen: Die Netflix-Produktion “Grace & Frankie” ist einer der überraschendsten Comedy-Serien der letzten Jahre.

Nein, wirklich grün sind sich die Grace (Jane Fonda) und Frankie (Lily Tomlin) wirklich nie gewesen. Die eine, Grace, ist eher der Typ neureich, verwöhnt, und ein bisschen blasiert, während Frankie herzlich-hippiesk, aber auch ein bisschen esoterisch daher kommt. Aber ihre Beziehung ändert sich urplötzlich, als sie erfahren, dass ihre beiden Ehemänner Robert (Martin Sheen) und Sol (Sam Waterston), die gemeinsam eine Anwaltskanzlei führen, ein Verhältnis haben. Miteinander! Die beiden grauen Herren haben sich ineinander verliebt und möchten sich nun scheiden lassen, um endlich keine Lüge mehr leben zu müssen und wieder heiraten zu können. Klar, dass die Welt der beiden Frauen erst mal in sich zusammenfällt. Plötzlich haben beide nur noch einander …

Keine Frage, “Grace & Frankie” könnte aufgrund seiner beinahe zu absurden Prämisse sehr leicht scheitern. Dass es das nicht tut, liegt am guten Drehbuch, den liebevoll gezeichneten Charakteren, dem feinen Humor, der ausreichenden Portion Drama – und vor allem an den Hauptdarstellern. Jane Fonda, zum Zeitpunkt des Drehs dieser ersten Season bereits in ihren späten Siebzigern, spielt hier eine der besten Rollen ihres Karriere-Spätherbsts und zeigt, dass sie auch komisch sein kann. In Lily Tomlin hat sie den bestmöglichen Gegenpart gefunden. Martin Sheen und Sam Waterston schaffen es derweil, dass die beiden untreuen Ehemänner schnell Sympathiepunkte beim Publikum gewinnen. Und natürlich kam die Serie seinerzeit zum richtigen Zeitpunkt: Nämlich gerade in dem Jahr (2015), in dem die Same-Sex-Marriage in den Vereinigten Staaten legalisiert wurde. Warnung: Gut möglich, dass man die Staffel in einem Rutsch durchguckt …

Anzeige

Fazit: Serien-Perle, die hierzulande leider noch etwas unter dem Radar läuft. 

More from Benjamin Fiege

Rhye – Blood

Sie haben sich etwas Zeit gelassen: Fünf Jahre nach ihrem gefeierten Debütalbum...
Read More

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

I agree