Gotti

Gotti (foto: new ksm)

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Mit “Gotti” liefert der für einen Golden Globe nominierte Schauspieler Kevin Connolly (“Entourage”) sein Regie-Debüt. Für die Rolle des legendären Mafia-Dons konnte er John Travolta gewinnen. Der Streifen liegt nun fürs Heimkino vor.

Nie aufhören, nie einen Schritt zurück und immer weiterkämpfen. Diesem Lebensmotto bleibt John Gotti (John Travolta) sein Leben lang treu. Als Paul Castellano, Führungsmitglied der Cosa Nostra, 1986 auf offener Straße in Manhattan erschossen wird, rückt Gotti, der den Mord skrupellos selbst beauftragt hat, zum Mafiaboss von New York auf. Während Ehefrau Victoria (Kelly Preston) ihm den Rückhalt in einem scheinbar bürgerlichen Leben gibt, scheint Gotti lange Zeit unantastbar zu sein, weswegen er auch den Spitznamen Teflon-Don erhält, da alle Versuche der Strafverfolgung ihn einzusperren, spurlos an ihm abperlen. Doch allmählich gerät Gottis Imperium ins Wanken und auch sein Sohn John Gotti Jr. (Spencer LoFranco) fasst einen verhängnisvollen Entschluss.

Mit John Travolta ist das ja irgendwie so eine Sache. In den siebziger Jahren, nach “Saturday Night Fever” und “Grease”, war er eine ganz große Nummer, in den achtziger Jahren mehr oder weniger weg vom Fenster, in den neunziger Jahren dank “Pulp Fiction” Kult und bis in die frühen nuller Jahre ein Magnet an der Kinokasse – und in der vergangenen Dekade ist er wieder im Action-und-Thriller-B-Movie-Bereich versackt. Auch “Gotti” wird daran nichts ändern. Das Leben des berüchtigten Mobsters bietet ja eigentlich genug Stoff für einen interessanten Film. Überraschenderweise gerät der aber ziemlich langweilig. Spannung kommt hier zu keiner Zeit auf. Auch als Biopic funktioniert das Ganze nicht, dafür werden zu viele wichtige Stationen aus dem Leben des Mafiapaten einfach ignoriert. Man erfährt über den Mann eigentlich erstaunlich wenig. Auch mutet es doch ziemlich seltsam an, dass Gotti – auch “Dapper Don” genannt – hier über weite Strecken als ziemlich knorker Typ präsentiert wird.

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Fazit: Enttäuschend. Kein Vergleich zu den großen Filmen des Genres.

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